Friedensdialog in Bielefeld: Die Bergpredigt als Weg zu neuer Verständigung


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Frieden suchen, Feindschaft verstehen, Dialog wagen
Die Bergpredigt Jesu stellt eine herausfordernde Frage in den Raum: Wie lässt sich Frieden denken und gestalten, wenn Konflikte von Gewalt, Angst und Gegnerschaft geprägt sind? Der Vortrag mit anschließendem Gespräch lädt dazu ein, christliche Friedensethik nicht nur als Glaubensideal, sondern als konkrete Orientierung für politische und gesellschaftliche Wirklichkeit zu betrachten.
Vortrag und Gespräch im Rahmen der FriedensDekade
Am 11. November 2026 widmet sich die Süsterkirche in Bielefeld dem Thema Frieden aus theologischer, religionssoziologischer und politischer Perspektive. Die Veranstaltung findet im Rahmen der FriedensDekade 2026 statt, die in Bielefeld Vorträge, Gottesdienste, Konzerte, Theater und Friedensgebete miteinander verbindet.
Mit Prof. Dr. Dr. Heinrich Wilhelm Schäfer
Den Impuls gibt Prof. Dr. Dr. Heinrich Wilhelm Schäfer, emeritierter Professor für Evangelische Theologie und Religionssoziologie an der Universität Bielefeld. Seine Forschungsarbeit führte ihn in verschiedene lateinamerikanische Länder und beschäftigte sich unter anderem mit Religion, sozialer Ungleichheit, Gewalt sowie Religion unter den Bedingungen von Krieg und krimineller Gewalt.
Schäfer ist Mitherausgeber der ökumenischen Denkschrift „Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden.“ Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass die Bergpredigt politische Bedeutung besitzt. Die Veranstaltung fragt danach, welche Konsequenzen Jesu Friedensbotschaft für den Umgang mit Konflikten und Feindschaft gewinnt.
Die Bergpredigt als Impuls für heutige Friedensarbeit
Die Worte Jesu über Gewaltlosigkeit, Versöhnung und das eigene Verhalten gegenüber Gegnern gehören zu den prägendsten Texten christlicher Spiritualität. Der Abend eröffnet Raum, diese biblischen Gedanken mit aktuellen Erfahrungen von Krieg, Eskalation und gesellschaftlicher Polarisierung zu verbinden.
Im anschließenden Gespräch begegnen sich Vortrag, persönliche Perspektiven und gemeinsames Nachdenken. So entsteht eine spirituelle Gemeinschaft, in der schwierige Fragen ihren Platz haben und ein Glaubenserlebnis durch Zuhören, Austausch und verantwortungsvolle Debatte möglich wird.
Ein besonderer Ort für Besinnung und Dialog
Die evangelisch-reformierte Süsterkirche liegt in der Bielefelder Altstadt. Ihre Geschichte reicht bis zur Gründung der Schwesternschaft zum Mariental im Jahr 1491 zurück. Die historische Kirchenarchitektur, das ruhige Ambiente und die geistliche Prägung des Ortes schaffen einen passenden Rahmen für einen Abend über Frieden, Verantwortung und Hoffnung.
Die Süsterkirche ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Die Bushaltestelle Notpfortenstraße liegt etwa 240 Meter entfernt, die Stadtbahn-Haltestelle Jahnplatz etwa 350 Meter. Eingang und WC sind barrierefrei.
Fazit: Frieden beginnt mit dem ernsthaften Gespräch
Besucherinnen und Besucher erwartet ein kenntnisreicher Vortrag, eine theologisch fundierte Auseinandersetzung mit der Bergpredigt und ein offenes Gespräch über Frieden in Zeiten von Krieg und gesellschaftlicher Spannung. Wer christliche Friedensethik, politische Verantwortung und gelebten Dialog verbinden möchte, erlebt in der Süsterkirche einen nachdenklichen und ermutigenden Abend.










