Botanischer Garten
(2819 Bewertungen)

Bielefeld

Am Kahlenberg 16, 33617 Bielefeld, Deutschland

Botanischer Garten Bielefeld | Eintritt frei & Anfahrt

Nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt liegt der Botanische Garten Bielefeld als ruhige, grüne Auszeit am Südhang des Kahlenberges. Auf gut vier Hektar wachsen hier über 3.000 verschiedene Pflanzenarten, darunter heimische Gewächse, exotische Arten und sogar Pflanzen, die früher als ausgestorben galten. Der Garten ist ganzjährig rund um die Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt, was ihn zu einem der niedrigschwelligsten und gleichzeitig vielseitigsten Ausflugsziele der Stadt macht. Im Zentrum steht das historische Fachwerkhaus aus dem Jahr 1823, das zusammen mit dem Gartenhof den charakteristischen Mittelpunkt der Anlage bildet. Wer den Botanischen Garten besucht, trifft nicht auf eine streng inszenierte Parkanlage, sondern auf einen lebendigen Lehr- und Schaugarten, der Erholung, Naturbeobachtung, Geschichte und botanische Bildung miteinander verbindet. Genau diese Mischung aus Ruhe, Wissen und überraschenden Entdeckungen macht den besonderen Reiz des Ortes aus. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/node/6991))

Öffnungszeiten, Eintritt und Anfahrt zum Botanischen Garten

Die wichtigsten Besucherinformationen sind im Botanischen Garten Bielefeld erfreulich einfach: Der Garten ist das ganze Jahr über geöffnet, und zwar rund um die Uhr. Eine separate Eintrittskarte oder ein Ticketkauf sind nicht nötig, denn der Zugang ist kostenfrei. Damit eignet sich der Botanische Garten sowohl für einen geplanten Tagesausflug als auch für einen spontanen Spaziergang am Abend, am frühen Morgen oder an einem sonnigen Wochenende. Wer mit dem Auto kommt, sollte allerdings wissen, dass es nur wenige Parkplätze gibt. Die Stadt empfiehlt deshalb ausdrücklich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese Empfehlung ist nicht nur praktisch, sondern auch nachvollziehbar, denn der Garten liegt zwar zentrumsnah, aber am Hang und in einem Bereich, in dem Stellflächen begrenzt sind. Genau hier spielt der Botanische Garten seine Stärke aus: Er ist leicht erreichbar, ohne mitten im Trubel zu liegen. Mit der StadtBahn Linie 1 fahren Besucherinnen und Besucher bis zur Haltestelle Bethel und gehen anschließend über den Haller Weg beziehungsweise Langenhagen zu Fuß weiter. Alternativ fährt der Bus mit der Linie 29 bis Langenhagen oder mit der Linie 24 bis Johannisfriedhof. Wer den Garten zum ersten Mal besucht, sollte für den Fußweg vom letzten Halt etwas Zeit einplanen, denn der Weg ist Teil des Erlebnisses: Schon auf dem Weg zum Ziel wird klar, dass man sich einer besonderen grünen Anlage nähert. Die Adresse Am Kahlenberg 16 in 33617 Bielefeld ist dabei nicht nur Navigationspunkt, sondern zugleich ein Hinweis auf die Hanglage und die Nähe zum Teutoburger Wald. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/node/6991))

Geschichte des Botanischen Gartens am Kahlenberg

Die Geschichte des Botanischen Gartens Bielefeld reicht weit zurück und ist eng mit der Stadtentwicklung verbunden. 1910 erwarb die Stadt Bielefeld von der Familie Dreckshage das Wald- und Wiesengelände am Südhang des Kahlenberges. Ursprünglich sollte das Areal als Erweiterung für den Johannisfriedhof dienen, doch dann entstand der Sennefriedhof, und so konnte 1912 nach einem Plan des damaligen Gartenbaudirektors Paul Meyerkamp ein städtischer Garten entstehen. Von Anfang an war die Anlage als öffentlicher Schau- und Lehrgarten gedacht. Sie sollte Schulen Anschauungsmaterial für den naturkundlichen Unterricht bieten und zugleich den Bürgerinnen und Bürgern Erholung und Bildung ermöglichen. Entscheidend war Meyerkamps Idee eines Gartens für alle: mit heimischen und fremdländischen Pflanzen, ohne Umzäunung und ohne Zugangsbeschränkung. Genau diese Offenheit prägt den Botanischen Garten bis heute. Mittelpunkt der Anlage war und ist das Fachwerkhaus von 1823, das bereits vor der Gartengründung existierte und das Ensemble bis heute charakteristisch prägt. Schon bald folgten die ersten großen Erweiterungen: 1914 und 1915 entstand das Alpinum mit etwa 500 verschiedenen Pflanzenarten. Von 1925 bis 1927 wurde die Gartenfläche um weitere 2,5 Hektar nach Westen in den Wald hinein vergrößert; dabei entwickelten sich prächtige Rhododendronbestände, außerdem entstanden Seerosenbecken und Rosarium. In den Jahrzehnten danach wurde die Anlage immer wieder weiterentwickelt. 1952, zum 40. Geburtstag, wuchs der Pflanzenbestand bereits auf rund 3.000 Arten an. 1962 kamen am Seerosenbecken eine Rasenfläche mit Terrasse und Pergola hinzu, 1987 folgte zum 75. Jubiläum die geologische Erdzeituhr auf der Terrasse oberhalb des Haupteingangs. Seit 1998 engagiert sich zusätzlich der Förderverein Freunde des Botanischen Gartens Bielefeld e. V. für Erhalt und Entwicklung der Anlage. So verbindet der Garten städtische Geschichte, bürgerschaftliches Engagement und gartenkulturelle Kontinuität über mehr als ein Jahrhundert hinweg. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/node/6994))

Pflanzenvielfalt, Alpinum und besondere Baumarten

Der Botanische Garten Bielefeld ist vor allem deshalb so beliebt, weil er auf relativ kompakter Fläche eine außergewöhnlich dichte botanische Vielfalt bietet. Auf gut vier Hektar gedeihen mehr als 3.000 Pflanzenarten, und genau diese Mischung aus Größe, Vielfalt und Nähe macht den Reiz aus. Besucherinnen und Besucher begegnen hier nicht nur klassischen Staudenbeeten oder Zierpflanzen, sondern auch seltenen Gehölzen, historischen Baumarten und Pflanzen, die ein Stück Erd- und Evolutionsgeschichte erzählen. Das große Alpinum gehört zu den ersten Anlagen des Gartens und ist besonders artenreich. Dazu kommen Seerosenteiche, Farntreppen und ein Lehr- und Schaugarten, die den Besuch zu einem Spaziergang durch verschiedene ökologische und botanische Themenräume machen. Bienenstöcke, die von einem Imker betreut werden, sorgen dafür, dass sich das Leben der Bienen unmittelbar beobachten lässt. Im Frühling stehen Rhododendren und Azaleen im Mittelpunkt und verwandeln weite Bereiche der Anlage in ein Farbenfeuerwerk. Auch seltene Bäume gehören zum Markenzeichen des Gartens. Der Mammutbaum wurde um 1912 gepflanzt und ist damit heute über 100 Jahre alt; die Art selbst kann riesige Ausmaße erreichen und steht sinnbildlich für die lange Lebenszeit mancher Gehölze. Ebenso auffällig ist die Wollemie, die als vermeintlich ausgestorben galt und im Bielefelder Garten lebendig weiterwächst. Die Pflanzenauswahl des Gartens reicht außerdem vom Taschentuchbaum mit seinen charakteristischen weißen Hochblättern über den Tupelobaum mit seiner intensiven Herbstfärbung bis hin zu Blauglockenbaum, Ginkgo, Urweltmammutbaum, Japanischem Kuchenbaum, Schirmtanne, Kamelie, Judasbaum und Sternmagnolie. Die Broschüren und Rundgänge vor Ort zeigen dabei nicht nur einzelne Schaustücke, sondern auch Zusammenhänge: Die Entwicklung der Landpflanzen, das Verhältnis von Klima und Evolution und die Bedeutung botanischer Vielfalt werden im Gelände greifbar. So wird der Garten zu einem Lernort, an dem man nicht bloß schöne Pflanzen betrachtet, sondern ein Stück Naturgeschichte erlebt. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/botanischer-garten))

Veranstaltungen, Führungen und Naturerlebnisse im Jahreslauf

Neben seiner Funktion als botanische Sammlung ist der Botanische Garten Bielefeld auch ein lebendiger Veranstaltungsort. Das aktuelle Programm zeigt, wie breit das Angebot gefächert ist: Vorträge, Führungen, Konzerte, Workshops und Bewegungsformate wie Qigong gehören ebenso dazu wie naturkundliche Spaziergänge und Mitmachangebote. Typische Veranstaltungen drehen sich um Saatgut, Artenvielfalt, Kräuter, Heilpflanzen, Bäume oder die Geschichte des Gartens. Besonders beliebt sind Führungen durch den Apothekergarten, botanische Vorträge und Rundgänge zu Gehölzen, die mit Fragen wie der Kommunikation von Bäumen oder ihrer ökologischen Bedeutung arbeiten. Gleichzeitig bietet das Programm auch kulturelle Formate: Konzerte im Gartenhof, musikalische Lesungen und sommerliche Open-Air-Termine bringen zusätzliche Atmosphäre in die Anlage. Gerade Familien finden zahlreiche Angebote, die ausdrücklich als familiengeeignet ausgewiesen werden, etwa Insektensafaris, Bastelworkshops für Gartenvögel oder Aktionen rund um Honig und Bienen. Das ist kein Zufall, denn der Botanische Garten ist seit seiner Gründung als Bildungsort gedacht. Heute wird dieser Anspruch mit zeitgemäßen Veranstaltungen fortgeführt. Wichtig für Besucherinnen und Besucher: Einige Termine sind begrenzt, manche benötigen eine Anmeldung, und einzelne Workshops sind mit Material- oder Teilnahmegebühren verbunden. Das Grundprinzip bleibt jedoch niederschwellig: Der Garten selbst ist frei zugänglich, die Veranstaltungen erweitern das Angebot um vertiefende Inhalte und besondere Erlebnisse. Wer den Botanischen Garten nicht nur als Spazierort, sondern als Ort des Lernens und Entdeckens versteht, findet im Jahresprogramm immer wieder neue Anlässe für einen Besuch. Die Mischung aus Naturwissen, Kultur und aktiver Teilhabe macht den Garten weit über die klassische Parknutzung hinaus interessant und verankert ihn als vielseitigen Treffpunkt im Bielefelder Freizeit- und Bildungsangebot. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/node/26062))

Fachwerkhaus, Gartenhof und Orientierung vor Ort

Wer den Botanischen Garten Bielefeld besucht, merkt schnell, dass die Anlage nicht nur aus Pflanzen, sondern auch aus markanten Orten und Blickachsen besteht. Das historische Fachwerkhaus von 1823 bildet das Zentrum des Gartens und ist bis heute ein wichtiger Orientierungspunkt. Direkt daneben liegt der Gartenhof mit Pavillon, an dem Besucherinnen und Besucher auch bei Regen sitzen und den Blick über die Anlage genießen können. Diese Kombination aus geschützt sitzenden Bereichen und offenen Wegen macht den Garten zu einem Ort, den man bei fast jedem Wetter besuchen kann. Zu den klar erkennbaren Stationen gehören außerdem das Schauhaus, das im Frühjahr Frühblüher beherbergt und im Sommer Kakteen und Sukkulenten zeigt, das Bienenhaus mit den betreuten Bienenstöcken sowie die Farntreppe, die einen eigenen Themenbereich bildet. Der Weg durch den Garten ist so angelegt, dass man sich gut über Infomaterial und Rundgangsblätter orientieren kann. Das ist hilfreich, weil der Garten verschiedene Themenräume miteinander verbindet: den Gartenhof, das Bachtal, den Bereich der japanischen Ahorne, den Farbengarten, den Apothekergarten und die Wechselbepflanzungen. Besonders reizvoll ist, dass der Garten nicht nur Pflanzen präsentiert, sondern auch seine Entwicklung sichtbar macht. Die Erdzeituhr und die Infotafeln an den Rundgängen stellen Bezüge zwischen Pflanzenentwicklung, Erdgeschichte und heutigen Gehölzarten her. Wer mag, kann sich mit Flyern auf einen Baumrundgang begeben und dabei besondere Arten wie Mammutbaum, Taschentuchbaum oder Tulpenbaum gezielt ansteuern. Im Ergebnis entsteht ein Garten, der sich für ruhige Spaziergänge, botanische Entdeckungen, kurze Pausen und längere Aufenthalte gleichermaßen eignet. Gerade die Mischung aus historischem Kern, wissenschaftlicher Ansprache und viel Aufenthaltsqualität macht den Charakter des Botanischen Gartens aus: Er ist nicht nur eine Sammlung seltener Pflanzen, sondern eine dauerhafte Einladung, die Natur in Bielefeld mit anderen Augen zu sehen. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/botanischer-garten))

Quellen:

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Botanischer Garten Bielefeld | Eintritt frei & Anfahrt

Nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt liegt der Botanische Garten Bielefeld als ruhige, grüne Auszeit am Südhang des Kahlenberges. Auf gut vier Hektar wachsen hier über 3.000 verschiedene Pflanzenarten, darunter heimische Gewächse, exotische Arten und sogar Pflanzen, die früher als ausgestorben galten. Der Garten ist ganzjährig rund um die Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt, was ihn zu einem der niedrigschwelligsten und gleichzeitig vielseitigsten Ausflugsziele der Stadt macht. Im Zentrum steht das historische Fachwerkhaus aus dem Jahr 1823, das zusammen mit dem Gartenhof den charakteristischen Mittelpunkt der Anlage bildet. Wer den Botanischen Garten besucht, trifft nicht auf eine streng inszenierte Parkanlage, sondern auf einen lebendigen Lehr- und Schaugarten, der Erholung, Naturbeobachtung, Geschichte und botanische Bildung miteinander verbindet. Genau diese Mischung aus Ruhe, Wissen und überraschenden Entdeckungen macht den besonderen Reiz des Ortes aus. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/node/6991))

Öffnungszeiten, Eintritt und Anfahrt zum Botanischen Garten

Die wichtigsten Besucherinformationen sind im Botanischen Garten Bielefeld erfreulich einfach: Der Garten ist das ganze Jahr über geöffnet, und zwar rund um die Uhr. Eine separate Eintrittskarte oder ein Ticketkauf sind nicht nötig, denn der Zugang ist kostenfrei. Damit eignet sich der Botanische Garten sowohl für einen geplanten Tagesausflug als auch für einen spontanen Spaziergang am Abend, am frühen Morgen oder an einem sonnigen Wochenende. Wer mit dem Auto kommt, sollte allerdings wissen, dass es nur wenige Parkplätze gibt. Die Stadt empfiehlt deshalb ausdrücklich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese Empfehlung ist nicht nur praktisch, sondern auch nachvollziehbar, denn der Garten liegt zwar zentrumsnah, aber am Hang und in einem Bereich, in dem Stellflächen begrenzt sind. Genau hier spielt der Botanische Garten seine Stärke aus: Er ist leicht erreichbar, ohne mitten im Trubel zu liegen. Mit der StadtBahn Linie 1 fahren Besucherinnen und Besucher bis zur Haltestelle Bethel und gehen anschließend über den Haller Weg beziehungsweise Langenhagen zu Fuß weiter. Alternativ fährt der Bus mit der Linie 29 bis Langenhagen oder mit der Linie 24 bis Johannisfriedhof. Wer den Garten zum ersten Mal besucht, sollte für den Fußweg vom letzten Halt etwas Zeit einplanen, denn der Weg ist Teil des Erlebnisses: Schon auf dem Weg zum Ziel wird klar, dass man sich einer besonderen grünen Anlage nähert. Die Adresse Am Kahlenberg 16 in 33617 Bielefeld ist dabei nicht nur Navigationspunkt, sondern zugleich ein Hinweis auf die Hanglage und die Nähe zum Teutoburger Wald. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/node/6991))

Geschichte des Botanischen Gartens am Kahlenberg

Die Geschichte des Botanischen Gartens Bielefeld reicht weit zurück und ist eng mit der Stadtentwicklung verbunden. 1910 erwarb die Stadt Bielefeld von der Familie Dreckshage das Wald- und Wiesengelände am Südhang des Kahlenberges. Ursprünglich sollte das Areal als Erweiterung für den Johannisfriedhof dienen, doch dann entstand der Sennefriedhof, und so konnte 1912 nach einem Plan des damaligen Gartenbaudirektors Paul Meyerkamp ein städtischer Garten entstehen. Von Anfang an war die Anlage als öffentlicher Schau- und Lehrgarten gedacht. Sie sollte Schulen Anschauungsmaterial für den naturkundlichen Unterricht bieten und zugleich den Bürgerinnen und Bürgern Erholung und Bildung ermöglichen. Entscheidend war Meyerkamps Idee eines Gartens für alle: mit heimischen und fremdländischen Pflanzen, ohne Umzäunung und ohne Zugangsbeschränkung. Genau diese Offenheit prägt den Botanischen Garten bis heute. Mittelpunkt der Anlage war und ist das Fachwerkhaus von 1823, das bereits vor der Gartengründung existierte und das Ensemble bis heute charakteristisch prägt. Schon bald folgten die ersten großen Erweiterungen: 1914 und 1915 entstand das Alpinum mit etwa 500 verschiedenen Pflanzenarten. Von 1925 bis 1927 wurde die Gartenfläche um weitere 2,5 Hektar nach Westen in den Wald hinein vergrößert; dabei entwickelten sich prächtige Rhododendronbestände, außerdem entstanden Seerosenbecken und Rosarium. In den Jahrzehnten danach wurde die Anlage immer wieder weiterentwickelt. 1952, zum 40. Geburtstag, wuchs der Pflanzenbestand bereits auf rund 3.000 Arten an. 1962 kamen am Seerosenbecken eine Rasenfläche mit Terrasse und Pergola hinzu, 1987 folgte zum 75. Jubiläum die geologische Erdzeituhr auf der Terrasse oberhalb des Haupteingangs. Seit 1998 engagiert sich zusätzlich der Förderverein Freunde des Botanischen Gartens Bielefeld e. V. für Erhalt und Entwicklung der Anlage. So verbindet der Garten städtische Geschichte, bürgerschaftliches Engagement und gartenkulturelle Kontinuität über mehr als ein Jahrhundert hinweg. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/node/6994))

Pflanzenvielfalt, Alpinum und besondere Baumarten

Der Botanische Garten Bielefeld ist vor allem deshalb so beliebt, weil er auf relativ kompakter Fläche eine außergewöhnlich dichte botanische Vielfalt bietet. Auf gut vier Hektar gedeihen mehr als 3.000 Pflanzenarten, und genau diese Mischung aus Größe, Vielfalt und Nähe macht den Reiz aus. Besucherinnen und Besucher begegnen hier nicht nur klassischen Staudenbeeten oder Zierpflanzen, sondern auch seltenen Gehölzen, historischen Baumarten und Pflanzen, die ein Stück Erd- und Evolutionsgeschichte erzählen. Das große Alpinum gehört zu den ersten Anlagen des Gartens und ist besonders artenreich. Dazu kommen Seerosenteiche, Farntreppen und ein Lehr- und Schaugarten, die den Besuch zu einem Spaziergang durch verschiedene ökologische und botanische Themenräume machen. Bienenstöcke, die von einem Imker betreut werden, sorgen dafür, dass sich das Leben der Bienen unmittelbar beobachten lässt. Im Frühling stehen Rhododendren und Azaleen im Mittelpunkt und verwandeln weite Bereiche der Anlage in ein Farbenfeuerwerk. Auch seltene Bäume gehören zum Markenzeichen des Gartens. Der Mammutbaum wurde um 1912 gepflanzt und ist damit heute über 100 Jahre alt; die Art selbst kann riesige Ausmaße erreichen und steht sinnbildlich für die lange Lebenszeit mancher Gehölze. Ebenso auffällig ist die Wollemie, die als vermeintlich ausgestorben galt und im Bielefelder Garten lebendig weiterwächst. Die Pflanzenauswahl des Gartens reicht außerdem vom Taschentuchbaum mit seinen charakteristischen weißen Hochblättern über den Tupelobaum mit seiner intensiven Herbstfärbung bis hin zu Blauglockenbaum, Ginkgo, Urweltmammutbaum, Japanischem Kuchenbaum, Schirmtanne, Kamelie, Judasbaum und Sternmagnolie. Die Broschüren und Rundgänge vor Ort zeigen dabei nicht nur einzelne Schaustücke, sondern auch Zusammenhänge: Die Entwicklung der Landpflanzen, das Verhältnis von Klima und Evolution und die Bedeutung botanischer Vielfalt werden im Gelände greifbar. So wird der Garten zu einem Lernort, an dem man nicht bloß schöne Pflanzen betrachtet, sondern ein Stück Naturgeschichte erlebt. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/botanischer-garten))

Veranstaltungen, Führungen und Naturerlebnisse im Jahreslauf

Neben seiner Funktion als botanische Sammlung ist der Botanische Garten Bielefeld auch ein lebendiger Veranstaltungsort. Das aktuelle Programm zeigt, wie breit das Angebot gefächert ist: Vorträge, Führungen, Konzerte, Workshops und Bewegungsformate wie Qigong gehören ebenso dazu wie naturkundliche Spaziergänge und Mitmachangebote. Typische Veranstaltungen drehen sich um Saatgut, Artenvielfalt, Kräuter, Heilpflanzen, Bäume oder die Geschichte des Gartens. Besonders beliebt sind Führungen durch den Apothekergarten, botanische Vorträge und Rundgänge zu Gehölzen, die mit Fragen wie der Kommunikation von Bäumen oder ihrer ökologischen Bedeutung arbeiten. Gleichzeitig bietet das Programm auch kulturelle Formate: Konzerte im Gartenhof, musikalische Lesungen und sommerliche Open-Air-Termine bringen zusätzliche Atmosphäre in die Anlage. Gerade Familien finden zahlreiche Angebote, die ausdrücklich als familiengeeignet ausgewiesen werden, etwa Insektensafaris, Bastelworkshops für Gartenvögel oder Aktionen rund um Honig und Bienen. Das ist kein Zufall, denn der Botanische Garten ist seit seiner Gründung als Bildungsort gedacht. Heute wird dieser Anspruch mit zeitgemäßen Veranstaltungen fortgeführt. Wichtig für Besucherinnen und Besucher: Einige Termine sind begrenzt, manche benötigen eine Anmeldung, und einzelne Workshops sind mit Material- oder Teilnahmegebühren verbunden. Das Grundprinzip bleibt jedoch niederschwellig: Der Garten selbst ist frei zugänglich, die Veranstaltungen erweitern das Angebot um vertiefende Inhalte und besondere Erlebnisse. Wer den Botanischen Garten nicht nur als Spazierort, sondern als Ort des Lernens und Entdeckens versteht, findet im Jahresprogramm immer wieder neue Anlässe für einen Besuch. Die Mischung aus Naturwissen, Kultur und aktiver Teilhabe macht den Garten weit über die klassische Parknutzung hinaus interessant und verankert ihn als vielseitigen Treffpunkt im Bielefelder Freizeit- und Bildungsangebot. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/node/26062))

Fachwerkhaus, Gartenhof und Orientierung vor Ort

Wer den Botanischen Garten Bielefeld besucht, merkt schnell, dass die Anlage nicht nur aus Pflanzen, sondern auch aus markanten Orten und Blickachsen besteht. Das historische Fachwerkhaus von 1823 bildet das Zentrum des Gartens und ist bis heute ein wichtiger Orientierungspunkt. Direkt daneben liegt der Gartenhof mit Pavillon, an dem Besucherinnen und Besucher auch bei Regen sitzen und den Blick über die Anlage genießen können. Diese Kombination aus geschützt sitzenden Bereichen und offenen Wegen macht den Garten zu einem Ort, den man bei fast jedem Wetter besuchen kann. Zu den klar erkennbaren Stationen gehören außerdem das Schauhaus, das im Frühjahr Frühblüher beherbergt und im Sommer Kakteen und Sukkulenten zeigt, das Bienenhaus mit den betreuten Bienenstöcken sowie die Farntreppe, die einen eigenen Themenbereich bildet. Der Weg durch den Garten ist so angelegt, dass man sich gut über Infomaterial und Rundgangsblätter orientieren kann. Das ist hilfreich, weil der Garten verschiedene Themenräume miteinander verbindet: den Gartenhof, das Bachtal, den Bereich der japanischen Ahorne, den Farbengarten, den Apothekergarten und die Wechselbepflanzungen. Besonders reizvoll ist, dass der Garten nicht nur Pflanzen präsentiert, sondern auch seine Entwicklung sichtbar macht. Die Erdzeituhr und die Infotafeln an den Rundgängen stellen Bezüge zwischen Pflanzenentwicklung, Erdgeschichte und heutigen Gehölzarten her. Wer mag, kann sich mit Flyern auf einen Baumrundgang begeben und dabei besondere Arten wie Mammutbaum, Taschentuchbaum oder Tulpenbaum gezielt ansteuern. Im Ergebnis entsteht ein Garten, der sich für ruhige Spaziergänge, botanische Entdeckungen, kurze Pausen und längere Aufenthalte gleichermaßen eignet. Gerade die Mischung aus historischem Kern, wissenschaftlicher Ansprache und viel Aufenthaltsqualität macht den Charakter des Botanischen Gartens aus: Er ist nicht nur eine Sammlung seltener Pflanzen, sondern eine dauerhafte Einladung, die Natur in Bielefeld mit anderen Augen zu sehen. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/botanischer-garten))

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Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

BP

Benjamin P

23. April 2025

Es ist schön, einfach herumzulaufen und sich nach einem hektischen Tag zu entspannen oder schnell der Stadt zu entfliehen. Der Eintritt ist kostenlos, es sind keine Tickets oder ähnliches erforderlich. Der Park ist hundefreundlich, aber sie müssen an der Leine sein. Es gibt viele verschiedene Arten von Blumen und Pflanzen.

NB

Ny Barber

30. April 2025

So ein bezaubernder Garten. Überall wunderschöne Blumen. Der Gehweg ist schön. Es sind Pflastersteine, die im ganzen Garten schön aussehen. Sie hatten einen Teich, in dem wir die kleinen Kaulquappen schwimmen sehen konnten. Alles war wunderschön gepflegt.

FM

fun with Mustafa

10. Februar 2024

Schöner Aussichtspunkt von oben ... aber wir haben diese Saison besucht, das Ende des Winters, also sind dort nicht viele Blumen, vielleicht finden wir im Frühling mehr ..

HM

Herr Merlin

4. Mai 2025

Schöner Ort. Fast keine Parkplätze.

RC

richard Clarke

29. Juni 2026

Sehr hübsch und leicht zu erreichen von der Stadt. Sehr entspannender Ort, um einfach zu sitzen und es sich gut gehen zu lassen.