GfS Fachbereich Beratung & Betreuung
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Bielefeld

Herforder Str. 22, 33602 Bielefeld, Deutschland

GfS Fachbereich Beratung & Betreuung | Bielefeld

Der GfS Fachbereich Beratung & Betreuung steht in Bielefeld für ein vielseitiges Netz aus Beratung, Begleitung, Assistenz und alltagsnaher Unterstützung. Die Angebote richten sich an Menschen, die sich in belastenden oder krisenhaften Lebenssituationen befinden, mit einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung leben oder Unterstützung bei der Gestaltung eines selbstständigen Alltags benötigen. Auch Familien, Eltern, Kinder und Jugendliche finden bei der Gesellschaft für Sozialarbeit Bielefeld passende Anlaufstellen. Der Fachbereich verbindet fachliche Beratung mit konkreter Hilfe im Alltag und arbeitet dabei ressourcenorientiert, freiwillig und möglichst individuell. Am Standort an der Herforder Straße 22 bis 24 befindet sich der neue Standort des Betreuten Wohnens sowie die Verwaltung des Fachbereichs Beratung & Betreuung. In der näheren Umgebung liegen weitere Angebote wie die Tagesstätte und die Kontaktstelle LebensRäume. Wer nach GfS Beratung und Betreuung in Bielefeld sucht, findet deshalb nicht nur eine einzelne Beratungsstelle, sondern ein abgestimmtes Angebot für unterschiedliche Lebenslagen und Unterstützungsbedarfe.

GfS Fachbereich Beratung & Betreuung in Bielefeld: Angebote und Zielgruppen

Der Fachbereich Beratung & Betreuung der Gesellschaft für Sozialarbeit Bielefeld e.V. bündelt mehrere soziale Dienstleistungen. Nach der offiziellen Übersicht gehören dazu Beratungsdienste, ambulante Betreuung, tagesstrukturierende Angebote, Wohnen Plus und Familycare-Erziehungshilfen. Diese Struktur ist besonders hilfreich, weil sich persönliche Lebenslagen häufig nicht auf ein einziges Thema reduzieren lassen. Eine psychische Belastung kann beispielsweise Fragen zum Wohnen, zur Tagesstruktur, zu Behörden, zur Gesundheit oder zu sozialen Kontakten auslösen. Familienkonflikte können mit Erziehungsfragen, finanziellen Sorgen, Trennung, Krankheit oder Überforderung verbunden sein. Ein breites Fachangebot ermöglicht es, Anliegen zunächst zu klären und anschließend die passende Unterstützung zu vermitteln.

Die Beratungsdienste der GfS richten sich an Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Fachkräfte aus Psychologie, Pädagogik und Sozialarbeit unterstützen bei Familien-, Erziehungs- und Paarproblemen, sozialen Fragen sowie persönlichen und psychischen Krisen. Die Beratung ist laut GfS für Ratsuchende kostenfrei. Wenn Deutsch nicht ausreicht, kann Unterstützung bei der Übersetzung organisiert werden. Damit ist das Angebot auf unterschiedliche Biografien, Sprachen und Lebenssituationen ausgerichtet.

Die ambulante Betreuung unterstützt Bielefelder Bürgerinnen und Bürger mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung des Umgangs mit der eigenen Erkrankung, die Entwicklung von Bewältigungsstrategien und die Sicherung gesellschaftlicher Teilhabe. Das ambulant betreute Wohnen begleitet Menschen in ihrer eigenen Wohnung und hilft dabei, Selbstständigkeit, Gesundheit, Tagesstruktur und soziale Beziehungen zu fördern. Die Unterstützung kann auch türkisch oder kurdisch angeboten werden.

Für Familien bietet Familycare-Erziehungshilfen Unterstützung bei Erziehungsfragen und Krisen. Das Angebot umfasst unter anderem sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaften, Hilfen zur Verselbstständigung und begleitete Umgänge. Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Bezugspersonen werden bei der Klärung und Bewältigung familienbezogener Probleme unterstützt. Der Fachbereich verbindet damit Beratung, Betreuung und konkrete Alltagshilfe in einem sozialräumlichen Angebot für Bielefeld und das regionale Umfeld.

Beratungsstelle Bielefeld: Psychosoziale, soziale und familiäre Unterstützung

Wer nach einer Beratungsstelle in Bielefeld sucht, kann sich mit sehr unterschiedlichen Anliegen an die GfS wenden. Die Beratungsdienste umfassen mehrere Standorte, darunter die Bielefelder Innenstadt, Stieghorst und Baumheide. Professionelle Teams beraten Einzelpersonen, Paare und Familien. Möglich sind Informations- und Klärungsgespräche, Erziehungsberatung, Trennungs- und Scheidungsberatung sowie Unterstützung bei persönlichen und psychosozialen Problemen. Ziel ist nicht, Ratsuchenden fertige Entscheidungen abzunehmen. Vielmehr werden die Situation, vorhandene Ressourcen und realistische nächste Schritte gemeinsam betrachtet.

Ein wesentlicher Vorteil der GfS-Beratung liegt in der niedrigschwelligen Ausrichtung. Menschen müssen nicht erst eine umfassende Diagnose oder eine komplizierte Vorgeschichte vorlegen, um ihr Anliegen zu schildern. Die Beratung kann dabei helfen, eine belastende Situation zu sortieren, den Unterstützungsbedarf zu klären und geeignete weiterführende Hilfen zu finden. Bei psychischen Krisen kann es beispielsweise darum gehen, Stabilisierungsmöglichkeiten kennenzulernen, eigene Stärken wiederzuentdecken oder Kontakte zu medizinischen und therapeutischen Angeboten aufzubauen. Bei familiären Problemen stehen häufig Kommunikation, Erziehung, Konfliktklärung und die Entwicklung tragfähiger Vereinbarungen im Vordergrund.

Die Beratungsstelle Stieghorst unterstützt Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Paare und Familien aus Stieghorst und angrenzenden Stadtteilen. Dort werden unter anderem Probleme in der Erziehung, Konflikte in Familien, Schwierigkeiten in Kita oder Schule, Gewalt- und Ausgrenzungserfahrungen sowie Ehe- und Beziehungsprobleme thematisiert. Neben vereinbarten Gesprächen gibt es dort eine offene Sprechzeit am Donnerstag von 9:30 Uhr bis 11:00 Uhr. Termine können telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden.

Die psychosoziale Beratung nach § 16a SGB II ist ein freiwilliges Angebot, das über das Fallmanagementteam des Jobcenters vermittelt wird. Sie kann aufsuchend oder in der Beratungsstelle stattfinden. Das Fachteam arbeitet daran, Möglichkeiten zur Stabilisierung zu entwickeln, konkrete Probleme anzugehen, Ressourcen zu erweitern und ein Unterstützungsnetzwerk aufzubauen. Für Ratsuchende bedeutet das: Die GfS kann nicht nur zuhören, sondern auch dabei helfen, den nächsten sinnvollen Schritt im Hilfesystem zu finden.

Ambulante Betreuung und ambulant betreutes Wohnen in Bielefeld

Das ambulant betreute Wohnen der GfS richtet sich an erwachsene Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung Unterstützung benötigen und möglichst selbstständig in der eigenen Wohnung leben möchten. Die Hilfe findet nicht als stationäre Unterbringung statt, sondern orientiert sich am Alltag der begleiteten Person. Dabei wird gemeinsam betrachtet, welche Aufgaben eigenständig gelingen, wo Schwierigkeiten auftreten und welche Unterstützung tatsächlich gebraucht wird. Ziel ist eine individuelle Lebensführung mit größtmöglicher Eigenverantwortung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Die Unterstützung kann mehrere Lebensbereiche umfassen. Dazu gehören Wohnen, Haushaltsführung, Tages- und Wochenplanung, Behörden- und Geldangelegenheiten, Gesundheit und Krankheit, Arbeit, Freizeit und soziale Beziehungen. Mitarbeitende können dabei helfen, Arzttermine wahrzunehmen, die eigene gesundheitliche Situation besser zu verstehen, Frühwarnzeichen zu erkennen oder eine verlässliche Tagesstruktur aufzubauen. Bei einer Suchterkrankung kann es darum gehen, das eigene Suchtverhalten zu reflektieren und persönliche Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Auch die Suche nach einem Arbeitsplatz, die Pflege sozialer Kontakte oder das Entdecken neuer Freizeitaktivitäten können Teil der Unterstützung sein.

Die Hilfe wird individuell vereinbart und soll vorhandene Fähigkeiten stärken, anstatt unnötige Abhängigkeiten zu schaffen. Selbstständigkeit bedeutet dabei nicht, alle Herausforderungen ohne Hilfe bewältigen zu müssen. Selbstständigkeit kann auch bedeuten, rechtzeitig Unterstützung anzunehmen, Termine zu planen, eigene Entscheidungen zu treffen und die persönlichen Ziele Schritt für Schritt umzusetzen. Die GfS verbindet deshalb praktische Alltagshilfe mit Beratung, Motivation und sozialpädagogischer Begleitung.

Für den Beginn der Eingliederungshilfe nennt die GfS einen integrierten Rehabilitationsplan, eine ärztliche Bescheinigung, eine Einkommenserklärung und die Kostenzusage des zuständigen Sozialhilfeträgers als wichtige Voraussetzungen. Die rechtliche Grundlage liegt im SGB IX. Die Finanzierung erfolgt in der Regel über den zuständigen Sozialhilfeträger; Einkommen und Vermögen können abhängig von den persönlichen Voraussetzungen berücksichtigt werden. Die Hilfeplaner der GfS unterstützen bei der Klärung des Bedarfs und begleiten den Aufnahmeprozess. Für Interessierte ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme sinnvoll, damit offene Fragen zu Antrag, Zuständigkeit und Finanzierung geklärt werden können.

Tagesstätte und Tagesstrukturierende Angebote der GfS

Tagesstrukturierende Angebote sind für Menschen wichtig, deren Alltag durch eine psychische Erkrankung, eine Krise oder andere gesundheitliche Belastungen aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Tagesstätte der GfS richtet sich an psychisch erkrankte Personen, die ein auf ihre Fähigkeiten abgestimmtes Beschäftigungs- und Förderangebot benötigen, eine beschäftigungsorientierte Tagesstruktur suchen oder Zeit für die Entwicklung einer persönlichen Lebensperspektive brauchen. Das Angebot kann dazu beitragen, wieder regelmäßige Abläufe zu erleben, eigene Fähigkeiten wahrzunehmen und schrittweise neue Perspektiven zu entwickeln.

Nach Angaben der GfS gibt es für mehr als 20 Menschen ein Angebot, dessen Mittelpunkt im Fachbereich Beratung & Betreuung an der Herforder Straße liegt. Teilnehmende arbeiten beispielsweise im Service und in der Küche der Kontaktstelle LebensRäume, die sich ebenfalls im Haus befindet. Einige sind außerdem im Kiosk am Siegfriedplatz tätig. Entscheidend ist dabei nicht ein Leistungsdruck, sondern die individuelle Belastbarkeit. Jede Person arbeitet so viel, wie sie kann und sich zutraut. Dadurch entsteht eine Verbindung aus Beschäftigung, Begegnung, Alltagsstruktur und persönlicher Entwicklung.

Die Tagesstätte ist ein Baustein der gemeindepsychiatrischen Versorgung in Bielefeld. Sie bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen einen Rahmen, in dem sie wieder mehr Stabilität gewinnen können. Regelmäßige Aktivitäten können helfen, den Tag zu strukturieren, soziale Kontakte zu pflegen und Fähigkeiten für den Alltag zu erhalten oder weiterzuentwickeln. Gleichzeitig kann die Tagesstätte eine Brücke zu weiteren Hilfen sein, etwa zur ambulanten Betreuung, zur Kontaktstelle oder zu einer medizinischen und therapeutischen Versorgung.

Das Angebot wird über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe finanziert. Nach den Angaben der GfS können Hilfesuchende ab 18 Jahren aufgenommen werden, wenn die fachlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Teilnahme ist kostenlos. Für Menschen, die nach einem passenden Tagesangebot in Bielefeld suchen, ist es ratsam, den individuellen Bedarf direkt mit der zuständigen Ansprechperson zu besprechen. So lässt sich klären, ob die Tagesstätte geeignet ist und welche Unterlagen für eine Aufnahme benötigt werden.

Kontaktstelle LebensRäume: Begegnung, Gruppen und Alltagshilfe

Die Kontaktstelle LebensRäume in der Herforder Straße 28 ist eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung sowie für Menschen, die psychische Krisen erlebt haben. Sie bietet einen Treffpunkt, an dem Begegnung, Austausch und alltagsnahe Unterstützung möglich sind. Anders als eine reine Beratungsstelle steht hier nicht ausschließlich das Gespräch über ein Problem im Mittelpunkt. Ebenso wichtig sind Gemeinschaft, Aktivität, Beteiligung und die Erfahrung, nicht allein zu sein.

Zum Angebot gehören Tagesausflüge, Spiele und Turniere, Gesprächsrunden, Informationsveranstaltungen, eine Kunstbühne, Gruppenangebote mit kreativen Medien, Angebote nur für Frauen und gemeinsame Feiern. Außerdem gibt es Beratung zur Haushaltsführung und Kochkurse. Für die Gesundheitsunterstützung werden kleine Bewegungsangebote angeboten. Die Kontaktstelle verfügt zudem über WLAN und Rechner sowie ein Kursangebot mit dem Namen Digitalwerkstatt. Diese unterschiedlichen Bausteine machen deutlich, dass die LebensRäume nicht nur Krisen auffangen, sondern auch Möglichkeiten für Aktivität und Teilhabe schaffen möchten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Mitbestimmung und Mitgestaltung. Besucherinnen und Besucher können sich im Rahmen eines Ehrenamts einbringen, zum Beispiel bei der Unterstützung der Tafelausgabe. Dadurch wird die Kontaktstelle zu einem Ort, an dem Menschen nicht nur Hilfe empfangen, sondern auch eigene Fähigkeiten und Interessen einbringen können. Gerade für Menschen, deren Alltag durch Isolation, Krankheit oder fehlende Beschäftigung geprägt ist, kann diese Form der Beteiligung eine wichtige positive Erfahrung sein.

Die veröffentlichten Öffnungszeiten der Kontaktstelle LebensRäume sind montags von 10:00 bis 18:00 Uhr, dienstags von 11:00 bis 15:00 Uhr, mittwochs von 10:00 bis 15:00 Uhr sowie donnerstags und freitags von 10:00 bis 14:00 Uhr. Dienstags findet ab 14:00 Uhr eine Tafelausgabe statt. Sonderöffnungszeiten können dem aktuellen Programm entnommen werden. Vor einem Besuch empfiehlt sich deshalb eine kurze Nachfrage, insbesondere wenn ein bestimmtes Gruppenangebot oder eine Veranstaltung besucht werden soll.

Familycare-Erziehungshilfen für Familien, Kinder und Jugendliche

Familycare-Erziehungshilfen ergänzen den Fachbereich Beratung & Betreuung um einen Schwerpunkt für Familien, Kinder und Jugendliche. Das Angebot unterstützt Eltern, andere Erziehungsberechtigte und junge Menschen bei familiären Problemen, Erziehungsfragen und Krisen. Familien können Hilfe zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII beim Jugendamt beantragen. Auch Kinder und Jugendliche haben einen eigenen Anspruch auf Beratung und Unterstützung durch das Jugendamt. Familycare erhält seine Aufträge von Jugendämtern in Bielefeld, Gütersloh, Herford und Bad Salzuflen.

Zum Leistungsspektrum gehören sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaften, Hilfen zur Verselbstständigung für junge Menschen und junge Volljährige sowie begleitete Umgänge. Diese Hilfen setzen an unterschiedlichen Situationen an. Eine sozialpädagogische Familienhilfe kann Familien im Alltag unterstützen, wenn Erziehungsaufgaben, Haushaltsorganisation, Konflikte oder Krisen zu einer Überforderung führen. Eine Erziehungsbeistandschaft begleitet Kinder oder Jugendliche individuell und hilft ihnen, die eigene Lebenssituation besser zu verstehen, soziale Kompetenzen zu entwickeln und tragfähige Zukunftsperspektiven aufzubauen.

Bei begleiteten Umgängen steht der Kontakt zwischen Kindern und Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen im Mittelpunkt. Die Begleitung soll einen geschützten und verlässlichen Rahmen schaffen. Bei jungen Volljährigen kann die Unterstützung darauf ausgerichtet sein, mehr Selbstständigkeit zu entwickeln, eigene Entscheidungen zu treffen und eine tragfähige Lebensperspektive aufzubauen. In allen Bereichen wird die konkrete Hilfe an der Lebenslage der Familie und am Bedarf des jungen Menschen ausgerichtet.

Familycare beschreibt seine Arbeit als Hilfe zur Selbsthilfe und berücksichtigt interkulturelle sowie religiöse Hintergründe. Im Team gibt es Zusatzqualifikationen in systemischer Beratung und Familientherapie. Außerdem werden verschiedene Fremdsprachen abgedeckt und Kompetenzen im Bereich Menschen mit Behinderungen eingebracht. Für Familien ist wichtig zu wissen, dass die Leistungen in der Regel mit dem zuständigen Jugendamt vereinbart und abgerechnet werden. Für die Familien selbst ist die Leistung laut GfS kostenlos. Ein Erstgespräch mit dem Jugendamt oder der zuständigen Fachstelle kann klären, welche Hilfe im konkreten Fall geeignet ist.

Standort Herforder Straße, Kontaktaufnahme und Orientierung

Der GfS Fachbereich Beratung & Betreuung befindet sich an der Herforder Straße 22 bis 24 in 33602 Bielefeld. Im Jahr 2024 informierte die GfS über neue Räumlichkeiten: Das Betreute Wohnen und die Verwaltung des Fachbereichs Beratung & Betreuung befinden sich seitdem im Nebengebäude an der Herforder Straße. Die Tagesstätte und die Kontaktstelle LebensRäume liegen in der näheren Umgebung an der Herforder Straße 26 beziehungsweise 28. Dadurch sind mehrere Angebote des Fachbereichs räumlich eng miteinander verbunden.

Für allgemeine Fragen nennt die GfS das Sekretariat des Fachbereichs unter der Telefonnummer 0521 52001-200. Die Fachbereichsleitung ist ebenfalls über die veröffentlichten Kontaktdaten erreichbar. Je nach Anliegen können jedoch andere Ansprechpersonen zuständig sein, etwa für ambulant betreutes Wohnen, Tagesstätte, Kontaktstelle, Beratungsdienste oder Familycare. Eine vorherige Kontaktaufnahme ist deshalb sinnvoll. So lässt sich vermeiden, dass Ratsuchende am falschen Standort erscheinen oder ohne Termin vor verschlossenen Räumen stehen.

Die GfS veröffentlicht für einzelne Angebote unterschiedliche Kontaktwege und Öffnungszeiten. Für die Kontaktstelle LebensRäume sind konkrete Besuchszeiten angegeben. Bei Beratungsdiensten werden Termine häufig telefonisch oder per E-Mail vereinbart. Die Beratungsstelle Stieghorst bietet zusätzlich eine offene Sprechzeit am Donnerstagvormittag an. Bei Leistungen der Eingliederungshilfe oder Jugendhilfe müssen zunächst Zuständigkeit, Bedarf und Finanzierung geklärt werden. Der erste Schritt kann trotzdem unkompliziert sein: das Anliegen kurz schildern, nach der passenden Stelle fragen und sich über das weitere Vorgehen informieren lassen.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto anreist, sollte die aktuelle Verbindung und die örtliche Parksituation vor dem Termin prüfen, da die GfS auf den Angebotsseiten keine einheitlichen, verbindlichen Parkplatzangaben für den gesamten Fachbereich veröffentlicht. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen empfiehlt es sich, bereits bei der Terminvereinbarung nach barrierearmen Zugängen und geeigneten Räumen zu fragen. Die GfS kann dann möglichst früh klären, welcher Standort und welcher Zugang für den jeweiligen Bedarf geeignet sind.

Was den GfS Fachbereich Beratung & Betreuung besonders macht

Die besondere Stärke des GfS Fachbereichs Beratung & Betreuung liegt in der Verbindung verschiedener Unterstützungsformen. Menschen in einer psychischen Krise benötigen nicht immer dieselbe Hilfe. Für eine Person kann ein vertrauliches Beratungsgespräch der wichtigste erste Schritt sein. Eine andere Person braucht möglicherweise ambulante Unterstützung bei Behörden, Gesundheit und Tagesstruktur. Wieder andere Menschen suchen einen Treffpunkt, eine Beschäftigung oder eine Möglichkeit, soziale Kontakte zurückzugewinnen. Familien wiederum benötigen häufig eine eigenständige erzieherische oder sozialpädagogische Hilfe. Der Fachbereich deckt diese unterschiedlichen Bedürfnisse ab, ohne sie auf ein einzelnes Krankheitsbild oder Problem zu reduzieren.

Die Angebote orientieren sich an Selbstbestimmung und Teilhabe. Im ambulant betreuten Wohnen geht es um ein möglichst selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung. In der Tagesstätte können Menschen entsprechend ihrer Belastbarkeit Beschäftigung und Struktur finden. In der Kontaktstelle LebensRäume stehen Begegnung, Gruppenangebote und Mitgestaltung im Vordergrund. In den Beratungsdiensten erhalten Ratsuchende Unterstützung bei der Klärung ihrer Situation. Familycare arbeitet mit Familien daran, Beziehungen, Erziehung und Alltag zu stabilisieren. Gemeinsam ist den Angeboten, dass die betroffenen Menschen nicht nur als Empfängerinnen und Empfänger von Hilfe betrachtet werden.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, an unterschiedlichen Stellen Unterstützung zu erhalten. Die GfS arbeitet mit Jugendämtern, Sozialhilfeträgern, dem Jobcenter, medizinischen Diensten und weiteren Fachstellen zusammen. Diese Vernetzung kann helfen, Übergänge zu erleichtern und passende Hilfen miteinander zu verbinden. Trotzdem bleibt jeder Unterstützungsprozess individuell. Nicht jede Person benötigt alle Angebote, und nicht jede Hilfe ist für jede Lebenslage geeignet.

Wer in Bielefeld nach Beratung, Betreuung, Tagesstruktur oder Familienhilfe sucht, sollte deshalb nicht nur nach einem einzelnen Suchbegriff gehen. Der GfS Fachbereich Beratung & Betreuung ist ein guter Ausgangspunkt, um den eigenen Bedarf zu klären. Ob psychosoziale Beratung, ambulant betreutes Wohnen, Kontaktstelle, Tagesstätte oder Familycare-Erziehungshilfe: Der erste Kontakt kann dabei helfen, die richtige Fachstelle zu finden und die nächsten Schritte verständlich zu planen.

Quellen:

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GfS Fachbereich Beratung & Betreuung | Bielefeld

Der GfS Fachbereich Beratung & Betreuung steht in Bielefeld für ein vielseitiges Netz aus Beratung, Begleitung, Assistenz und alltagsnaher Unterstützung. Die Angebote richten sich an Menschen, die sich in belastenden oder krisenhaften Lebenssituationen befinden, mit einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung leben oder Unterstützung bei der Gestaltung eines selbstständigen Alltags benötigen. Auch Familien, Eltern, Kinder und Jugendliche finden bei der Gesellschaft für Sozialarbeit Bielefeld passende Anlaufstellen. Der Fachbereich verbindet fachliche Beratung mit konkreter Hilfe im Alltag und arbeitet dabei ressourcenorientiert, freiwillig und möglichst individuell. Am Standort an der Herforder Straße 22 bis 24 befindet sich der neue Standort des Betreuten Wohnens sowie die Verwaltung des Fachbereichs Beratung & Betreuung. In der näheren Umgebung liegen weitere Angebote wie die Tagesstätte und die Kontaktstelle LebensRäume. Wer nach GfS Beratung und Betreuung in Bielefeld sucht, findet deshalb nicht nur eine einzelne Beratungsstelle, sondern ein abgestimmtes Angebot für unterschiedliche Lebenslagen und Unterstützungsbedarfe.

GfS Fachbereich Beratung & Betreuung in Bielefeld: Angebote und Zielgruppen

Der Fachbereich Beratung & Betreuung der Gesellschaft für Sozialarbeit Bielefeld e.V. bündelt mehrere soziale Dienstleistungen. Nach der offiziellen Übersicht gehören dazu Beratungsdienste, ambulante Betreuung, tagesstrukturierende Angebote, Wohnen Plus und Familycare-Erziehungshilfen. Diese Struktur ist besonders hilfreich, weil sich persönliche Lebenslagen häufig nicht auf ein einziges Thema reduzieren lassen. Eine psychische Belastung kann beispielsweise Fragen zum Wohnen, zur Tagesstruktur, zu Behörden, zur Gesundheit oder zu sozialen Kontakten auslösen. Familienkonflikte können mit Erziehungsfragen, finanziellen Sorgen, Trennung, Krankheit oder Überforderung verbunden sein. Ein breites Fachangebot ermöglicht es, Anliegen zunächst zu klären und anschließend die passende Unterstützung zu vermitteln.

Die Beratungsdienste der GfS richten sich an Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Fachkräfte aus Psychologie, Pädagogik und Sozialarbeit unterstützen bei Familien-, Erziehungs- und Paarproblemen, sozialen Fragen sowie persönlichen und psychischen Krisen. Die Beratung ist laut GfS für Ratsuchende kostenfrei. Wenn Deutsch nicht ausreicht, kann Unterstützung bei der Übersetzung organisiert werden. Damit ist das Angebot auf unterschiedliche Biografien, Sprachen und Lebenssituationen ausgerichtet.

Die ambulante Betreuung unterstützt Bielefelder Bürgerinnen und Bürger mit psychischen Erkrankungen oder Suchterkrankungen. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung des Umgangs mit der eigenen Erkrankung, die Entwicklung von Bewältigungsstrategien und die Sicherung gesellschaftlicher Teilhabe. Das ambulant betreute Wohnen begleitet Menschen in ihrer eigenen Wohnung und hilft dabei, Selbstständigkeit, Gesundheit, Tagesstruktur und soziale Beziehungen zu fördern. Die Unterstützung kann auch türkisch oder kurdisch angeboten werden.

Für Familien bietet Familycare-Erziehungshilfen Unterstützung bei Erziehungsfragen und Krisen. Das Angebot umfasst unter anderem sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaften, Hilfen zur Verselbstständigung und begleitete Umgänge. Kinder, Jugendliche, Eltern und andere Bezugspersonen werden bei der Klärung und Bewältigung familienbezogener Probleme unterstützt. Der Fachbereich verbindet damit Beratung, Betreuung und konkrete Alltagshilfe in einem sozialräumlichen Angebot für Bielefeld und das regionale Umfeld.

Beratungsstelle Bielefeld: Psychosoziale, soziale und familiäre Unterstützung

Wer nach einer Beratungsstelle in Bielefeld sucht, kann sich mit sehr unterschiedlichen Anliegen an die GfS wenden. Die Beratungsdienste umfassen mehrere Standorte, darunter die Bielefelder Innenstadt, Stieghorst und Baumheide. Professionelle Teams beraten Einzelpersonen, Paare und Familien. Möglich sind Informations- und Klärungsgespräche, Erziehungsberatung, Trennungs- und Scheidungsberatung sowie Unterstützung bei persönlichen und psychosozialen Problemen. Ziel ist nicht, Ratsuchenden fertige Entscheidungen abzunehmen. Vielmehr werden die Situation, vorhandene Ressourcen und realistische nächste Schritte gemeinsam betrachtet.

Ein wesentlicher Vorteil der GfS-Beratung liegt in der niedrigschwelligen Ausrichtung. Menschen müssen nicht erst eine umfassende Diagnose oder eine komplizierte Vorgeschichte vorlegen, um ihr Anliegen zu schildern. Die Beratung kann dabei helfen, eine belastende Situation zu sortieren, den Unterstützungsbedarf zu klären und geeignete weiterführende Hilfen zu finden. Bei psychischen Krisen kann es beispielsweise darum gehen, Stabilisierungsmöglichkeiten kennenzulernen, eigene Stärken wiederzuentdecken oder Kontakte zu medizinischen und therapeutischen Angeboten aufzubauen. Bei familiären Problemen stehen häufig Kommunikation, Erziehung, Konfliktklärung und die Entwicklung tragfähiger Vereinbarungen im Vordergrund.

Die Beratungsstelle Stieghorst unterstützt Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Paare und Familien aus Stieghorst und angrenzenden Stadtteilen. Dort werden unter anderem Probleme in der Erziehung, Konflikte in Familien, Schwierigkeiten in Kita oder Schule, Gewalt- und Ausgrenzungserfahrungen sowie Ehe- und Beziehungsprobleme thematisiert. Neben vereinbarten Gesprächen gibt es dort eine offene Sprechzeit am Donnerstag von 9:30 Uhr bis 11:00 Uhr. Termine können telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden.

Die psychosoziale Beratung nach § 16a SGB II ist ein freiwilliges Angebot, das über das Fallmanagementteam des Jobcenters vermittelt wird. Sie kann aufsuchend oder in der Beratungsstelle stattfinden. Das Fachteam arbeitet daran, Möglichkeiten zur Stabilisierung zu entwickeln, konkrete Probleme anzugehen, Ressourcen zu erweitern und ein Unterstützungsnetzwerk aufzubauen. Für Ratsuchende bedeutet das: Die GfS kann nicht nur zuhören, sondern auch dabei helfen, den nächsten sinnvollen Schritt im Hilfesystem zu finden.

Ambulante Betreuung und ambulant betreutes Wohnen in Bielefeld

Das ambulant betreute Wohnen der GfS richtet sich an erwachsene Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung Unterstützung benötigen und möglichst selbstständig in der eigenen Wohnung leben möchten. Die Hilfe findet nicht als stationäre Unterbringung statt, sondern orientiert sich am Alltag der begleiteten Person. Dabei wird gemeinsam betrachtet, welche Aufgaben eigenständig gelingen, wo Schwierigkeiten auftreten und welche Unterstützung tatsächlich gebraucht wird. Ziel ist eine individuelle Lebensführung mit größtmöglicher Eigenverantwortung und gesellschaftlicher Teilhabe.

Die Unterstützung kann mehrere Lebensbereiche umfassen. Dazu gehören Wohnen, Haushaltsführung, Tages- und Wochenplanung, Behörden- und Geldangelegenheiten, Gesundheit und Krankheit, Arbeit, Freizeit und soziale Beziehungen. Mitarbeitende können dabei helfen, Arzttermine wahrzunehmen, die eigene gesundheitliche Situation besser zu verstehen, Frühwarnzeichen zu erkennen oder eine verlässliche Tagesstruktur aufzubauen. Bei einer Suchterkrankung kann es darum gehen, das eigene Suchtverhalten zu reflektieren und persönliche Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Auch die Suche nach einem Arbeitsplatz, die Pflege sozialer Kontakte oder das Entdecken neuer Freizeitaktivitäten können Teil der Unterstützung sein.

Die Hilfe wird individuell vereinbart und soll vorhandene Fähigkeiten stärken, anstatt unnötige Abhängigkeiten zu schaffen. Selbstständigkeit bedeutet dabei nicht, alle Herausforderungen ohne Hilfe bewältigen zu müssen. Selbstständigkeit kann auch bedeuten, rechtzeitig Unterstützung anzunehmen, Termine zu planen, eigene Entscheidungen zu treffen und die persönlichen Ziele Schritt für Schritt umzusetzen. Die GfS verbindet deshalb praktische Alltagshilfe mit Beratung, Motivation und sozialpädagogischer Begleitung.

Für den Beginn der Eingliederungshilfe nennt die GfS einen integrierten Rehabilitationsplan, eine ärztliche Bescheinigung, eine Einkommenserklärung und die Kostenzusage des zuständigen Sozialhilfeträgers als wichtige Voraussetzungen. Die rechtliche Grundlage liegt im SGB IX. Die Finanzierung erfolgt in der Regel über den zuständigen Sozialhilfeträger; Einkommen und Vermögen können abhängig von den persönlichen Voraussetzungen berücksichtigt werden. Die Hilfeplaner der GfS unterstützen bei der Klärung des Bedarfs und begleiten den Aufnahmeprozess. Für Interessierte ist eine frühzeitige Kontaktaufnahme sinnvoll, damit offene Fragen zu Antrag, Zuständigkeit und Finanzierung geklärt werden können.

Tagesstätte und Tagesstrukturierende Angebote der GfS

Tagesstrukturierende Angebote sind für Menschen wichtig, deren Alltag durch eine psychische Erkrankung, eine Krise oder andere gesundheitliche Belastungen aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Tagesstätte der GfS richtet sich an psychisch erkrankte Personen, die ein auf ihre Fähigkeiten abgestimmtes Beschäftigungs- und Förderangebot benötigen, eine beschäftigungsorientierte Tagesstruktur suchen oder Zeit für die Entwicklung einer persönlichen Lebensperspektive brauchen. Das Angebot kann dazu beitragen, wieder regelmäßige Abläufe zu erleben, eigene Fähigkeiten wahrzunehmen und schrittweise neue Perspektiven zu entwickeln.

Nach Angaben der GfS gibt es für mehr als 20 Menschen ein Angebot, dessen Mittelpunkt im Fachbereich Beratung & Betreuung an der Herforder Straße liegt. Teilnehmende arbeiten beispielsweise im Service und in der Küche der Kontaktstelle LebensRäume, die sich ebenfalls im Haus befindet. Einige sind außerdem im Kiosk am Siegfriedplatz tätig. Entscheidend ist dabei nicht ein Leistungsdruck, sondern die individuelle Belastbarkeit. Jede Person arbeitet so viel, wie sie kann und sich zutraut. Dadurch entsteht eine Verbindung aus Beschäftigung, Begegnung, Alltagsstruktur und persönlicher Entwicklung.

Die Tagesstätte ist ein Baustein der gemeindepsychiatrischen Versorgung in Bielefeld. Sie bietet Menschen mit psychischen Erkrankungen einen Rahmen, in dem sie wieder mehr Stabilität gewinnen können. Regelmäßige Aktivitäten können helfen, den Tag zu strukturieren, soziale Kontakte zu pflegen und Fähigkeiten für den Alltag zu erhalten oder weiterzuentwickeln. Gleichzeitig kann die Tagesstätte eine Brücke zu weiteren Hilfen sein, etwa zur ambulanten Betreuung, zur Kontaktstelle oder zu einer medizinischen und therapeutischen Versorgung.

Das Angebot wird über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe finanziert. Nach den Angaben der GfS können Hilfesuchende ab 18 Jahren aufgenommen werden, wenn die fachlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Teilnahme ist kostenlos. Für Menschen, die nach einem passenden Tagesangebot in Bielefeld suchen, ist es ratsam, den individuellen Bedarf direkt mit der zuständigen Ansprechperson zu besprechen. So lässt sich klären, ob die Tagesstätte geeignet ist und welche Unterlagen für eine Aufnahme benötigt werden.

Kontaktstelle LebensRäume: Begegnung, Gruppen und Alltagshilfe

Die Kontaktstelle LebensRäume in der Herforder Straße 28 ist eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder Suchterkrankung sowie für Menschen, die psychische Krisen erlebt haben. Sie bietet einen Treffpunkt, an dem Begegnung, Austausch und alltagsnahe Unterstützung möglich sind. Anders als eine reine Beratungsstelle steht hier nicht ausschließlich das Gespräch über ein Problem im Mittelpunkt. Ebenso wichtig sind Gemeinschaft, Aktivität, Beteiligung und die Erfahrung, nicht allein zu sein.

Zum Angebot gehören Tagesausflüge, Spiele und Turniere, Gesprächsrunden, Informationsveranstaltungen, eine Kunstbühne, Gruppenangebote mit kreativen Medien, Angebote nur für Frauen und gemeinsame Feiern. Außerdem gibt es Beratung zur Haushaltsführung und Kochkurse. Für die Gesundheitsunterstützung werden kleine Bewegungsangebote angeboten. Die Kontaktstelle verfügt zudem über WLAN und Rechner sowie ein Kursangebot mit dem Namen Digitalwerkstatt. Diese unterschiedlichen Bausteine machen deutlich, dass die LebensRäume nicht nur Krisen auffangen, sondern auch Möglichkeiten für Aktivität und Teilhabe schaffen möchten.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Mitbestimmung und Mitgestaltung. Besucherinnen und Besucher können sich im Rahmen eines Ehrenamts einbringen, zum Beispiel bei der Unterstützung der Tafelausgabe. Dadurch wird die Kontaktstelle zu einem Ort, an dem Menschen nicht nur Hilfe empfangen, sondern auch eigene Fähigkeiten und Interessen einbringen können. Gerade für Menschen, deren Alltag durch Isolation, Krankheit oder fehlende Beschäftigung geprägt ist, kann diese Form der Beteiligung eine wichtige positive Erfahrung sein.

Die veröffentlichten Öffnungszeiten der Kontaktstelle LebensRäume sind montags von 10:00 bis 18:00 Uhr, dienstags von 11:00 bis 15:00 Uhr, mittwochs von 10:00 bis 15:00 Uhr sowie donnerstags und freitags von 10:00 bis 14:00 Uhr. Dienstags findet ab 14:00 Uhr eine Tafelausgabe statt. Sonderöffnungszeiten können dem aktuellen Programm entnommen werden. Vor einem Besuch empfiehlt sich deshalb eine kurze Nachfrage, insbesondere wenn ein bestimmtes Gruppenangebot oder eine Veranstaltung besucht werden soll.

Familycare-Erziehungshilfen für Familien, Kinder und Jugendliche

Familycare-Erziehungshilfen ergänzen den Fachbereich Beratung & Betreuung um einen Schwerpunkt für Familien, Kinder und Jugendliche. Das Angebot unterstützt Eltern, andere Erziehungsberechtigte und junge Menschen bei familiären Problemen, Erziehungsfragen und Krisen. Familien können Hilfe zur Erziehung nach den §§ 27 ff. SGB VIII beim Jugendamt beantragen. Auch Kinder und Jugendliche haben einen eigenen Anspruch auf Beratung und Unterstützung durch das Jugendamt. Familycare erhält seine Aufträge von Jugendämtern in Bielefeld, Gütersloh, Herford und Bad Salzuflen.

Zum Leistungsspektrum gehören sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaften, Hilfen zur Verselbstständigung für junge Menschen und junge Volljährige sowie begleitete Umgänge. Diese Hilfen setzen an unterschiedlichen Situationen an. Eine sozialpädagogische Familienhilfe kann Familien im Alltag unterstützen, wenn Erziehungsaufgaben, Haushaltsorganisation, Konflikte oder Krisen zu einer Überforderung führen. Eine Erziehungsbeistandschaft begleitet Kinder oder Jugendliche individuell und hilft ihnen, die eigene Lebenssituation besser zu verstehen, soziale Kompetenzen zu entwickeln und tragfähige Zukunftsperspektiven aufzubauen.

Bei begleiteten Umgängen steht der Kontakt zwischen Kindern und Eltern oder anderen wichtigen Bezugspersonen im Mittelpunkt. Die Begleitung soll einen geschützten und verlässlichen Rahmen schaffen. Bei jungen Volljährigen kann die Unterstützung darauf ausgerichtet sein, mehr Selbstständigkeit zu entwickeln, eigene Entscheidungen zu treffen und eine tragfähige Lebensperspektive aufzubauen. In allen Bereichen wird die konkrete Hilfe an der Lebenslage der Familie und am Bedarf des jungen Menschen ausgerichtet.

Familycare beschreibt seine Arbeit als Hilfe zur Selbsthilfe und berücksichtigt interkulturelle sowie religiöse Hintergründe. Im Team gibt es Zusatzqualifikationen in systemischer Beratung und Familientherapie. Außerdem werden verschiedene Fremdsprachen abgedeckt und Kompetenzen im Bereich Menschen mit Behinderungen eingebracht. Für Familien ist wichtig zu wissen, dass die Leistungen in der Regel mit dem zuständigen Jugendamt vereinbart und abgerechnet werden. Für die Familien selbst ist die Leistung laut GfS kostenlos. Ein Erstgespräch mit dem Jugendamt oder der zuständigen Fachstelle kann klären, welche Hilfe im konkreten Fall geeignet ist.

Standort Herforder Straße, Kontaktaufnahme und Orientierung

Der GfS Fachbereich Beratung & Betreuung befindet sich an der Herforder Straße 22 bis 24 in 33602 Bielefeld. Im Jahr 2024 informierte die GfS über neue Räumlichkeiten: Das Betreute Wohnen und die Verwaltung des Fachbereichs Beratung & Betreuung befinden sich seitdem im Nebengebäude an der Herforder Straße. Die Tagesstätte und die Kontaktstelle LebensRäume liegen in der näheren Umgebung an der Herforder Straße 26 beziehungsweise 28. Dadurch sind mehrere Angebote des Fachbereichs räumlich eng miteinander verbunden.

Für allgemeine Fragen nennt die GfS das Sekretariat des Fachbereichs unter der Telefonnummer 0521 52001-200. Die Fachbereichsleitung ist ebenfalls über die veröffentlichten Kontaktdaten erreichbar. Je nach Anliegen können jedoch andere Ansprechpersonen zuständig sein, etwa für ambulant betreutes Wohnen, Tagesstätte, Kontaktstelle, Beratungsdienste oder Familycare. Eine vorherige Kontaktaufnahme ist deshalb sinnvoll. So lässt sich vermeiden, dass Ratsuchende am falschen Standort erscheinen oder ohne Termin vor verschlossenen Räumen stehen.

Die GfS veröffentlicht für einzelne Angebote unterschiedliche Kontaktwege und Öffnungszeiten. Für die Kontaktstelle LebensRäume sind konkrete Besuchszeiten angegeben. Bei Beratungsdiensten werden Termine häufig telefonisch oder per E-Mail vereinbart. Die Beratungsstelle Stieghorst bietet zusätzlich eine offene Sprechzeit am Donnerstagvormittag an. Bei Leistungen der Eingliederungshilfe oder Jugendhilfe müssen zunächst Zuständigkeit, Bedarf und Finanzierung geklärt werden. Der erste Schritt kann trotzdem unkompliziert sein: das Anliegen kurz schildern, nach der passenden Stelle fragen und sich über das weitere Vorgehen informieren lassen.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto anreist, sollte die aktuelle Verbindung und die örtliche Parksituation vor dem Termin prüfen, da die GfS auf den Angebotsseiten keine einheitlichen, verbindlichen Parkplatzangaben für den gesamten Fachbereich veröffentlicht. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen empfiehlt es sich, bereits bei der Terminvereinbarung nach barrierearmen Zugängen und geeigneten Räumen zu fragen. Die GfS kann dann möglichst früh klären, welcher Standort und welcher Zugang für den jeweiligen Bedarf geeignet sind.

Was den GfS Fachbereich Beratung & Betreuung besonders macht

Die besondere Stärke des GfS Fachbereichs Beratung & Betreuung liegt in der Verbindung verschiedener Unterstützungsformen. Menschen in einer psychischen Krise benötigen nicht immer dieselbe Hilfe. Für eine Person kann ein vertrauliches Beratungsgespräch der wichtigste erste Schritt sein. Eine andere Person braucht möglicherweise ambulante Unterstützung bei Behörden, Gesundheit und Tagesstruktur. Wieder andere Menschen suchen einen Treffpunkt, eine Beschäftigung oder eine Möglichkeit, soziale Kontakte zurückzugewinnen. Familien wiederum benötigen häufig eine eigenständige erzieherische oder sozialpädagogische Hilfe. Der Fachbereich deckt diese unterschiedlichen Bedürfnisse ab, ohne sie auf ein einzelnes Krankheitsbild oder Problem zu reduzieren.

Die Angebote orientieren sich an Selbstbestimmung und Teilhabe. Im ambulant betreuten Wohnen geht es um ein möglichst selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung. In der Tagesstätte können Menschen entsprechend ihrer Belastbarkeit Beschäftigung und Struktur finden. In der Kontaktstelle LebensRäume stehen Begegnung, Gruppenangebote und Mitgestaltung im Vordergrund. In den Beratungsdiensten erhalten Ratsuchende Unterstützung bei der Klärung ihrer Situation. Familycare arbeitet mit Familien daran, Beziehungen, Erziehung und Alltag zu stabilisieren. Gemeinsam ist den Angeboten, dass die betroffenen Menschen nicht nur als Empfängerinnen und Empfänger von Hilfe betrachtet werden.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, an unterschiedlichen Stellen Unterstützung zu erhalten. Die GfS arbeitet mit Jugendämtern, Sozialhilfeträgern, dem Jobcenter, medizinischen Diensten und weiteren Fachstellen zusammen. Diese Vernetzung kann helfen, Übergänge zu erleichtern und passende Hilfen miteinander zu verbinden. Trotzdem bleibt jeder Unterstützungsprozess individuell. Nicht jede Person benötigt alle Angebote, und nicht jede Hilfe ist für jede Lebenslage geeignet.

Wer in Bielefeld nach Beratung, Betreuung, Tagesstruktur oder Familienhilfe sucht, sollte deshalb nicht nur nach einem einzelnen Suchbegriff gehen. Der GfS Fachbereich Beratung & Betreuung ist ein guter Ausgangspunkt, um den eigenen Bedarf zu klären. Ob psychosoziale Beratung, ambulant betreutes Wohnen, Kontaktstelle, Tagesstätte oder Familycare-Erziehungshilfe: Der erste Kontakt kann dabei helfen, die richtige Fachstelle zu finden und die nächsten Schritte verständlich zu planen.

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