Museum Peter August Böckstiegel
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Schloßstraße 109/111, Werther (Westfalen)

Schloßstraße 109/111, 33824 Werther (Westfalen), Germany

Museum Peter August Böckstiegel | Öffnungszeiten & Fotos

Das Museum Peter August Böckstiegel in Werther verbindet auf einzigartige Weise einen modernen Museumsneubau mit dem historischen Künstlerhaus, in dem Peter August Böckstiegel geboren wurde und über Jahrzehnte arbeitete. Eingebettet in die westfälische Landschaft am Teutoburger Wald erleben Besucherinnen und Besucher hier das Zusammenspiel aus authentischem Ort und zeitgemäßer Präsentation des künstlerischen Erbes. Im Museum werden in wechselnden Ausstellungen Werkgruppen und Themen aus Böckstiegels Œuvre ebenso beleuchtet wie Bezüge zu Weggefährten und zur Kunst der Moderne. Wenige Schritte entfernt steht das in kräftigem Rot gehaltene Böckstiegel-Haus, dessen Ateliers und kunsthandwerkliche Details den Geist des Künstlers unmittelbar spürbar machen. Praktische Angebote runden den Besuch ab: ein barrierearmer Zugang, ein kostenfreier Parkplatz in der Nähe, der Bürgerbus mit Haltestelle direkt am Eingang sowie das Bistro und Café Vincent mit hausgemachten Kuchen und einer Terrasse mit Blick auf das Künstlerhaus und die Obstwiese. Wer Kunst, Natur und regionale Geschichte in einem Ensemble erleben will, ist an der Schloßstraße 109/111 genau richtig.

Öffnungszeiten, Preise und Führungen im Überblick

Für die Planung Ihres Besuchs sind die regelmäßigen Öffnungszeiten besonders hilfreich: Museum, Shop und Café sind in der Regel von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Während Ausstellungswechseln bleiben Museum und Café geschlossen; die jeweiligen Umbauzeiträume werden vorab veröffentlicht. An ausgewählten Feiertagen ist geöffnet, an anderen bleibt das Haus geschlossen; die tagesaktuellen Hinweise erscheinen auf der Museumswebsite. Bildungseinrichtungen wie Kitas und Schulen können nach Absprache bereits ab 8 Uhr kommen, sodass auch vormittags individuelle Programme möglich sind. Die Eintrittspreise sind transparent und familienfreundlich gestaltet: Der Standardpreis liegt bei 7 Euro, die Ermäßigung bei 4 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren besuchen das Museum kostenfrei, ebenso Mitglieder des P. A. Böckstiegel-Freundeskreises. Ermäßigungen sind für verschiedene Gruppen vorgesehen, etwa für Studierende, Auszubildende, Teilnehmende an FSJ oder BFD sowie für Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 50; für bestimmte Begleitpersonen gilt freier Eintritt. Damit Kunst unmittelbar erfahrbar wird, bietet das Museum ein klares Führungsprogramm an. Mittwochs von 17 bis 18 Uhr gibt es eine öffentliche Führung durch die aktuelle Ausstellung im Neubau. An Samstagen, Sonntagen und an geöffneten Feiertagen führt eine kombinierte Tour von 15 bis 16:30 Uhr durch Museum und Künstlerhaus; zusätzlich wird sonntags eine einstündige Führung von 13:30 bis 14:30 Uhr ausschließlich im Künstlerhaus angeboten. Karten für diese öffentlichen Führungen erhalten Sie am Veranstaltungstag ab einer Stunde vor Beginn an der Museumskasse; eine Reservierung ist nicht möglich, die Gruppengröße ist begrenzt, und das Angebot gilt nur in Ausstellungszeiträumen. Für individuelle Gruppenbesuche können private Führungen gebucht werden; das Museumsteam berät zu Dauer und Ablauf. Wichtig zu wissen: Das Künstlerhaus ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen, was die Vermittlung am authentischen Ort besonders intensiv macht. Auf diese Weise lässt sich ein Besuch ideal strukturieren, ob als kurzer Kunstnachmittag oder als ausgedehnter Rundgang mit Pause im Café Vincent.

Fotos, Bilder und Nutzung: Was erlaubt ist

Viele Gäste möchten Erinnerungen an den Besuch mit nach Hause nehmen oder Eindrücke in sozialen Netzwerken teilen. Das Museum hat dafür klare, besucherfreundliche Regeln formuliert, die zugleich Kunstwerke und Persönlichkeitsrechte schützen. Fotografieren ist für private Zwecke erlaubt, sofern auf Blitzlicht und Selfie-Sticks verzichtet wird. Auch Filmen zu privaten Zwecken ist gestattet. Diese Erlaubnis umfasst ausschließlich die persönliche Nutzung; Veröffentlichen, Verkaufen, Reproduzieren, Übertragen, Weitergeben oder jede Form der kommerziellen Nutzung privater Aufnahmen ist nicht zulässig. Wer über den Museumsbesuch berichten möchte, findet ebenfalls eine Regelung: Im Rahmen aktueller Berichterstattung sind Aufnahmen möglich; eine kurze Information an die Museumsleitung ist erwünscht. Für alle Formen kommerzieller Foto- oder Filmproduktionen ist vorab eine Genehmigung erforderlich; je nach Umfang kann dafür eine Gebühr erhoben werden. Die Hausordnung weist außerdem darauf hin, dass in den Ausstellungsräumen Rücksicht auf andere Gäste genommen werden soll, etwa durch lautlos gestellte Telefone. Als Rechteinhaberin an den Werken Böckstiegels fungiert die Peter-August-Böckstiegel-Stiftung; die Bildrechteverwaltung ist an VG Bildkunst übertragen. Wer über reine Privatnutzung hinaus mit Abbildungen von Böckstiegel-Werken arbeiten möchte, sollte daher rechtzeitig Klärungen zu Urheber- und Bildrechten vornehmen. Für die Praxis bedeutet das: Erinnerungsfotos ohne Blitz sind willkommen, das Teilen im privaten Umfeld ist möglich, aber für Veröffentlichungen in Medien, auf Webseiten von Organisationen oder für Printprodukte braucht es die passende rechtliche Grundlage. Das Museumsteam unterstützt bei Rückfragen und verweist auf die entsprechenden Kontaktstellen. Diese klare und faire Regelung schafft Transparenz und ermöglicht allen Besuchenden, Kunst respektvoll und zugleich entspannt zu genießen.

Das Böckstiegel-Haus: Geschichte, Ateliers und Besonderheiten

Nur einen kurzen Fußweg vom Neubau entfernt liegt das Böckstiegel-Haus, ein kleines Bauernhaus, das 1826 errichtet und im Mai 1885 von Böckstiegels Eltern erworben wurde. Hier wurde Peter August Böckstiegel am 7. April 1889 geboren; das Gebäude, sein Hof, der Obstgarten und die umgebende Kulturlandschaft prägten Motivwelt und Bildsprache des Künstlers. Das Haus ist weit mehr als ein Wohnort: Ab 1922 begann Böckstiegel, es nach seinen Vorstellungen umzugestalten. Er erweiterte es um ein Sommeratelier und zusätzliche Wohnräume für die eigene Familie, sodass Arbeiten an großen Formaten besser möglich wurden. Eine auffällige Besonderheit ist der rote Außenanstrich, den der Künstler dem Haus um 1920 gab und der seitdem zum prägenden Erscheinungsbild gehört. Nach der Rückkehr aus dem zerstörten Dresden im Jahr 1945 ergänzte Böckstiegel ein weiteres Atelier, das sogenannte Neue Atelier; große Fenster lieferten das notwendige Licht für Malerei und Grafik. Die Fassade und der Eingangsbereich tragen auch handwerklich-künstlerische Spuren des Hausherrn: Böckstiegel gestaltete die Eichenbalken an der Hausfront und versah sie mit einem Sinnspruch über Wahrheit und Klarheit, zudem schmückte er Wände mit Mosaiken. Vor dem Eingang zum Neuen Atelier stellte er mehrere Plastiken auf Ziegelstelen auf; heute sind diese als Abgüsse präsent. Aus dem bäuerlichen Ursprung heraus wuchs so ein Künstlerhaus mit hoher Authentizität. Seit 2009 steht das Böckstiegel-Haus unter Denkmalschutz, was seinen besonderen Wert für die regionale Kulturgeschichte unterstreicht. Besuchende erreichen das Künstlerhaus über einen rund 80 Meter langen Weg vom Museum aus. Zu beachten ist, dass das Haus nicht barrierefrei ist: Einige Räume liegen ebenerdig, andere sind nur über Stufen zugänglich. Aus Sicherheits- und Vermittlungsgründen ist die Besichtigung ausschließlich im Rahmen öffentlicher oder privat gebuchter Führungen möglich. Gerade diese geführte Form eröffnet jedoch besondere Einblicke, denn im Atelier, in der Deele und in den von Böckstiegel geprägten Räumen wird spürbar, wie sehr Werk und Lebensumfeld miteinander verwoben sind. Zusammen mit der Präsentation im Neubau entsteht ein Gesamtbild, das künstlerische Handschrift, Materialästhetik und landschaftlichen Kontext eindrucksvoll vermittelt.

Anreise, Adresse und Parken an der Schloßstraße 109/111

Das Ensemble liegt an der Schloßstraße 109/111 in 33824 Werther und ist aus der Region gut erreichbar. Für Gäste, die mit dem Auto anreisen, steht ein kostenfreier Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur Verfügung; von dort sind es etwa 200 Meter bis zum Haupteingang. Auf dem Weg dorthin wird eine Straße überquert, anschließend führt ein Fußweg direkt zum Museum. Unmittelbar vor dem Eingang, rund 20 Meter entfernt, befinden sich zwei ausgewiesene Parkplätze für Menschen mit Behinderung. Wer mit dem Fahrrad kommt, findet Ständer direkt vor dem Museum sowie entlang des Weges zum Künstlerhaus. Praktisch für aktive Besucherinnen und Besucher sind die Rad-Service-Station und eine Lademöglichkeit für E‑Bikes am bzw. neben dem Gebäude. Eine reguläre direkte Anbindung an Bus oder Bahn besteht nicht. Dennoch ist die Anreise mit öffentlichem Verkehr über den örtlichen Bürgerbus komfortabel: Vor dem Eingang liegt die Haltestelle mit dem Namen Arrode, Museum PAB oder Böckstiegelhaus. Der Bürgerbus mit acht Sitzplätzen verkehrt montags bis freitags nach Fahrplan zwischen Innenstadt und Museum. Für die Rückfahrt ist mindestens 30 Minuten vor Abfahrt eine telefonische Anmeldung erforderlich; das Ticket kostet 1 Euro und gilt 90 Minuten. Die Kombination aus kostenfreiem Parkplatz und Bürgerbus sorgt dafür, dass sowohl individuelle als auch gemeinschaftliche Besuche gut planbar sind. Auch die Lage im Grünen ist Teil des Erlebnisses: Blickachsen zwischen Neubau und Künstlerhaus eröffnen schon auf dem Weg vom Parkplatz einen Eindruck davon, wie stark Landschaft und Architektur aufeinander reagieren. Für Reisegruppen empfiehlt es sich, Ankunftszeit und mögliche Führungen im Vorfeld abzustimmen, damit Einlass- und Wegezeiten entspannt bleiben. Insgesamt sind die Wege kurz, die Orientierung ist einfach, und wer mag, verbindet den Museumsbesuch mit einem Spaziergang im Umfeld.

Erlebnisse im Museum und Café Vincent: Was Besucher besonders schätzen

Im Museumsneubau erwartet Gäste ein großzügiger Ausstellungsraum, der in wechselnden Präsentationen Leben und Werk Böckstiegels entfaltet und Bezüge zur Klassischen Moderne herstellt. Der Fokus liegt nicht nur auf Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafik, sondern umfasst auch Mosaiken, gestaltete Glasfenster, plastische Arbeiten und farbig gefasste Möbel. Diese Vielfalt spiegelt sich in den Vermittlungsangeboten: öffentliche Führungen, thematische Rundgänge und Formate für Kinder, Schulen und Kitas. Der Neubau ist barrierearm zugänglich; ein ebenerdiger Eingang, Aufzug ins Untergeschoss mit Garderobe und barrierefreier Toilette sowie gute Lesbarkeit der Ausstellungstexte auch im Sitzen erleichtern den Besuch. Bei Bedarf können ein Rollstuhl, ein Rollator oder ein höhenverstellbarer Gehstock kostenlos ausgeliehen werden; tragbare Klapphocker stehen im Museum und im Künstlerhaus bereit. Assistenzhunde sind gestattet. Familien finden mit dem Programm pro Stillen zusätzliche Unterstützung, einschließlich Wickeltisch und Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen. Ein besonderer Genuss ist das Bistro und Café Vincent. In der Tradition der Familie Böckstiegel werden hier saisonale Kuchen und Torten aus eigener Herstellung serviert. Vor oder nach dem Rundgang lädt die Terrasse zum Verweilen ein; der Blick fällt über eine blühende Obstwiese hinüber zum roten Künstlerhaus. Wer einen Tisch reservieren oder Catering für eine Veranstaltung im Haus wünscht, kann sich direkt an das Café-Team wenden. Im Museumsshop ergänzen Bücher, Postkarten und ausgesuchte Produkte den Besuch. Schon die Architektur schafft eine Atmosphäre, die Kunst und Natur verbindet: Fränkischer Muschelkalk an der Fassade und Eichenholz an Fenstern sowie in der Möblierung kontrastieren mit einem bewusst modernen Innenraum. Diese Materialität sorgt für Ruhe und Konzentration in den Ausstellungsräumen und macht zugleich den Bezug zur Landschaft deutlich. So ergibt sich ein runder Tagesausflug, der Kunstgenuss, landschaftliche Eindrücke und kulinarische Pause geschickt verbindet.

Stiftung, Architektur und Eröffnung des Neubaus

Getragen wird das Museum von der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung, die in Werther ansässig ist und das Werk Böckstiegels bewahrt, erforscht und zugänglich macht. Zum 125. Geburtstag des Künstlers am 7. April 2014 fiel im Kreis Gütersloh die Entscheidung, in unmittelbarer Nachbarschaft des Geburtshauses ein Museum zu errichten. Im Dezember 2014 wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, aus dem h.s.d. Architekten aus Lemgo als Sieger hervorgingen. Der Entwurf des Gebäudes stammt von Prof. André Habermann und umfasst neben einem großen Ausstellungsraum auch Flächen für Vermittlung, Lager und Depot sowie ein Café. Ermöglicht wurde der Bau nicht zuletzt durch das Engagement privater Förderer und Unternehmen aus der Region sowie durch Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Die Realisierung erfolgte in den Jahren 2016 bis 2018; seit 2018 ist der Neubau für das Publikum geöffnet. Das Außengelände wurde von der Planergruppe Oberhausen gestaltet; Blickachsen und der Obstbaumbestand verweisen auf die Kulturlandschaft und auf die frühere Nutzung der Wiese. In der warmen Jahreszeit zeigt sich die Kernidee der Architekten besonders deutlich: Der Neubau liegt wie ein Findling auf der Wiese vor dem Künstlerhaus, ohne dessen Bedeutung als Herz der Anlage zu überstrahlen. Bewusst ausgewählte Naturmaterialien prägen das Erscheinungsbild. An der Fassade findet sich fränkischer Muschelkalk, der je nach Licht eine lebendige, aber ruhige Struktur zeigt. Eichenholz rahmt die großen Fensterflächen und zieht sich durch die Möblierung im Inneren. Dieser Materialkontrast bildet einen Gegenpol zum modernen, klaren Ausstellungsraum und schafft eine freundliche, ruhige Atmosphäre. Das Konzept verbindet Respekt vor dem authentischen Ort mit den Anforderungen einer zeitgemäßen Museumspräsentation. So ist Platz für monografische Ausstellungen zu Böckstiegel, für Präsentationen mit Werken seiner Weggefährten und für diskursive Formate, die das Werk in größere kunsthistorische und gesellschaftliche Zusammenhänge stellen. Gemeinsam mit dem Denkmal Böckstiegel-Haus entsteht so ein lebendiger Ort der Erinnerung und der Gegenwartskunst, der regionale Identität und überregionale Strahlkraft verbindet.

Quellen:

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Museum Peter August Böckstiegel | Öffnungszeiten & Fotos

Das Museum Peter August Böckstiegel in Werther verbindet auf einzigartige Weise einen modernen Museumsneubau mit dem historischen Künstlerhaus, in dem Peter August Böckstiegel geboren wurde und über Jahrzehnte arbeitete. Eingebettet in die westfälische Landschaft am Teutoburger Wald erleben Besucherinnen und Besucher hier das Zusammenspiel aus authentischem Ort und zeitgemäßer Präsentation des künstlerischen Erbes. Im Museum werden in wechselnden Ausstellungen Werkgruppen und Themen aus Böckstiegels Œuvre ebenso beleuchtet wie Bezüge zu Weggefährten und zur Kunst der Moderne. Wenige Schritte entfernt steht das in kräftigem Rot gehaltene Böckstiegel-Haus, dessen Ateliers und kunsthandwerkliche Details den Geist des Künstlers unmittelbar spürbar machen. Praktische Angebote runden den Besuch ab: ein barrierearmer Zugang, ein kostenfreier Parkplatz in der Nähe, der Bürgerbus mit Haltestelle direkt am Eingang sowie das Bistro und Café Vincent mit hausgemachten Kuchen und einer Terrasse mit Blick auf das Künstlerhaus und die Obstwiese. Wer Kunst, Natur und regionale Geschichte in einem Ensemble erleben will, ist an der Schloßstraße 109/111 genau richtig.

Öffnungszeiten, Preise und Führungen im Überblick

Für die Planung Ihres Besuchs sind die regelmäßigen Öffnungszeiten besonders hilfreich: Museum, Shop und Café sind in der Regel von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Während Ausstellungswechseln bleiben Museum und Café geschlossen; die jeweiligen Umbauzeiträume werden vorab veröffentlicht. An ausgewählten Feiertagen ist geöffnet, an anderen bleibt das Haus geschlossen; die tagesaktuellen Hinweise erscheinen auf der Museumswebsite. Bildungseinrichtungen wie Kitas und Schulen können nach Absprache bereits ab 8 Uhr kommen, sodass auch vormittags individuelle Programme möglich sind. Die Eintrittspreise sind transparent und familienfreundlich gestaltet: Der Standardpreis liegt bei 7 Euro, die Ermäßigung bei 4 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren besuchen das Museum kostenfrei, ebenso Mitglieder des P. A. Böckstiegel-Freundeskreises. Ermäßigungen sind für verschiedene Gruppen vorgesehen, etwa für Studierende, Auszubildende, Teilnehmende an FSJ oder BFD sowie für Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 50; für bestimmte Begleitpersonen gilt freier Eintritt. Damit Kunst unmittelbar erfahrbar wird, bietet das Museum ein klares Führungsprogramm an. Mittwochs von 17 bis 18 Uhr gibt es eine öffentliche Führung durch die aktuelle Ausstellung im Neubau. An Samstagen, Sonntagen und an geöffneten Feiertagen führt eine kombinierte Tour von 15 bis 16:30 Uhr durch Museum und Künstlerhaus; zusätzlich wird sonntags eine einstündige Führung von 13:30 bis 14:30 Uhr ausschließlich im Künstlerhaus angeboten. Karten für diese öffentlichen Führungen erhalten Sie am Veranstaltungstag ab einer Stunde vor Beginn an der Museumskasse; eine Reservierung ist nicht möglich, die Gruppengröße ist begrenzt, und das Angebot gilt nur in Ausstellungszeiträumen. Für individuelle Gruppenbesuche können private Führungen gebucht werden; das Museumsteam berät zu Dauer und Ablauf. Wichtig zu wissen: Das Künstlerhaus ist nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen, was die Vermittlung am authentischen Ort besonders intensiv macht. Auf diese Weise lässt sich ein Besuch ideal strukturieren, ob als kurzer Kunstnachmittag oder als ausgedehnter Rundgang mit Pause im Café Vincent.

Fotos, Bilder und Nutzung: Was erlaubt ist

Viele Gäste möchten Erinnerungen an den Besuch mit nach Hause nehmen oder Eindrücke in sozialen Netzwerken teilen. Das Museum hat dafür klare, besucherfreundliche Regeln formuliert, die zugleich Kunstwerke und Persönlichkeitsrechte schützen. Fotografieren ist für private Zwecke erlaubt, sofern auf Blitzlicht und Selfie-Sticks verzichtet wird. Auch Filmen zu privaten Zwecken ist gestattet. Diese Erlaubnis umfasst ausschließlich die persönliche Nutzung; Veröffentlichen, Verkaufen, Reproduzieren, Übertragen, Weitergeben oder jede Form der kommerziellen Nutzung privater Aufnahmen ist nicht zulässig. Wer über den Museumsbesuch berichten möchte, findet ebenfalls eine Regelung: Im Rahmen aktueller Berichterstattung sind Aufnahmen möglich; eine kurze Information an die Museumsleitung ist erwünscht. Für alle Formen kommerzieller Foto- oder Filmproduktionen ist vorab eine Genehmigung erforderlich; je nach Umfang kann dafür eine Gebühr erhoben werden. Die Hausordnung weist außerdem darauf hin, dass in den Ausstellungsräumen Rücksicht auf andere Gäste genommen werden soll, etwa durch lautlos gestellte Telefone. Als Rechteinhaberin an den Werken Böckstiegels fungiert die Peter-August-Böckstiegel-Stiftung; die Bildrechteverwaltung ist an VG Bildkunst übertragen. Wer über reine Privatnutzung hinaus mit Abbildungen von Böckstiegel-Werken arbeiten möchte, sollte daher rechtzeitig Klärungen zu Urheber- und Bildrechten vornehmen. Für die Praxis bedeutet das: Erinnerungsfotos ohne Blitz sind willkommen, das Teilen im privaten Umfeld ist möglich, aber für Veröffentlichungen in Medien, auf Webseiten von Organisationen oder für Printprodukte braucht es die passende rechtliche Grundlage. Das Museumsteam unterstützt bei Rückfragen und verweist auf die entsprechenden Kontaktstellen. Diese klare und faire Regelung schafft Transparenz und ermöglicht allen Besuchenden, Kunst respektvoll und zugleich entspannt zu genießen.

Das Böckstiegel-Haus: Geschichte, Ateliers und Besonderheiten

Nur einen kurzen Fußweg vom Neubau entfernt liegt das Böckstiegel-Haus, ein kleines Bauernhaus, das 1826 errichtet und im Mai 1885 von Böckstiegels Eltern erworben wurde. Hier wurde Peter August Böckstiegel am 7. April 1889 geboren; das Gebäude, sein Hof, der Obstgarten und die umgebende Kulturlandschaft prägten Motivwelt und Bildsprache des Künstlers. Das Haus ist weit mehr als ein Wohnort: Ab 1922 begann Böckstiegel, es nach seinen Vorstellungen umzugestalten. Er erweiterte es um ein Sommeratelier und zusätzliche Wohnräume für die eigene Familie, sodass Arbeiten an großen Formaten besser möglich wurden. Eine auffällige Besonderheit ist der rote Außenanstrich, den der Künstler dem Haus um 1920 gab und der seitdem zum prägenden Erscheinungsbild gehört. Nach der Rückkehr aus dem zerstörten Dresden im Jahr 1945 ergänzte Böckstiegel ein weiteres Atelier, das sogenannte Neue Atelier; große Fenster lieferten das notwendige Licht für Malerei und Grafik. Die Fassade und der Eingangsbereich tragen auch handwerklich-künstlerische Spuren des Hausherrn: Böckstiegel gestaltete die Eichenbalken an der Hausfront und versah sie mit einem Sinnspruch über Wahrheit und Klarheit, zudem schmückte er Wände mit Mosaiken. Vor dem Eingang zum Neuen Atelier stellte er mehrere Plastiken auf Ziegelstelen auf; heute sind diese als Abgüsse präsent. Aus dem bäuerlichen Ursprung heraus wuchs so ein Künstlerhaus mit hoher Authentizität. Seit 2009 steht das Böckstiegel-Haus unter Denkmalschutz, was seinen besonderen Wert für die regionale Kulturgeschichte unterstreicht. Besuchende erreichen das Künstlerhaus über einen rund 80 Meter langen Weg vom Museum aus. Zu beachten ist, dass das Haus nicht barrierefrei ist: Einige Räume liegen ebenerdig, andere sind nur über Stufen zugänglich. Aus Sicherheits- und Vermittlungsgründen ist die Besichtigung ausschließlich im Rahmen öffentlicher oder privat gebuchter Führungen möglich. Gerade diese geführte Form eröffnet jedoch besondere Einblicke, denn im Atelier, in der Deele und in den von Böckstiegel geprägten Räumen wird spürbar, wie sehr Werk und Lebensumfeld miteinander verwoben sind. Zusammen mit der Präsentation im Neubau entsteht ein Gesamtbild, das künstlerische Handschrift, Materialästhetik und landschaftlichen Kontext eindrucksvoll vermittelt.

Anreise, Adresse und Parken an der Schloßstraße 109/111

Das Ensemble liegt an der Schloßstraße 109/111 in 33824 Werther und ist aus der Region gut erreichbar. Für Gäste, die mit dem Auto anreisen, steht ein kostenfreier Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur Verfügung; von dort sind es etwa 200 Meter bis zum Haupteingang. Auf dem Weg dorthin wird eine Straße überquert, anschließend führt ein Fußweg direkt zum Museum. Unmittelbar vor dem Eingang, rund 20 Meter entfernt, befinden sich zwei ausgewiesene Parkplätze für Menschen mit Behinderung. Wer mit dem Fahrrad kommt, findet Ständer direkt vor dem Museum sowie entlang des Weges zum Künstlerhaus. Praktisch für aktive Besucherinnen und Besucher sind die Rad-Service-Station und eine Lademöglichkeit für E‑Bikes am bzw. neben dem Gebäude. Eine reguläre direkte Anbindung an Bus oder Bahn besteht nicht. Dennoch ist die Anreise mit öffentlichem Verkehr über den örtlichen Bürgerbus komfortabel: Vor dem Eingang liegt die Haltestelle mit dem Namen Arrode, Museum PAB oder Böckstiegelhaus. Der Bürgerbus mit acht Sitzplätzen verkehrt montags bis freitags nach Fahrplan zwischen Innenstadt und Museum. Für die Rückfahrt ist mindestens 30 Minuten vor Abfahrt eine telefonische Anmeldung erforderlich; das Ticket kostet 1 Euro und gilt 90 Minuten. Die Kombination aus kostenfreiem Parkplatz und Bürgerbus sorgt dafür, dass sowohl individuelle als auch gemeinschaftliche Besuche gut planbar sind. Auch die Lage im Grünen ist Teil des Erlebnisses: Blickachsen zwischen Neubau und Künstlerhaus eröffnen schon auf dem Weg vom Parkplatz einen Eindruck davon, wie stark Landschaft und Architektur aufeinander reagieren. Für Reisegruppen empfiehlt es sich, Ankunftszeit und mögliche Führungen im Vorfeld abzustimmen, damit Einlass- und Wegezeiten entspannt bleiben. Insgesamt sind die Wege kurz, die Orientierung ist einfach, und wer mag, verbindet den Museumsbesuch mit einem Spaziergang im Umfeld.

Erlebnisse im Museum und Café Vincent: Was Besucher besonders schätzen

Im Museumsneubau erwartet Gäste ein großzügiger Ausstellungsraum, der in wechselnden Präsentationen Leben und Werk Böckstiegels entfaltet und Bezüge zur Klassischen Moderne herstellt. Der Fokus liegt nicht nur auf Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafik, sondern umfasst auch Mosaiken, gestaltete Glasfenster, plastische Arbeiten und farbig gefasste Möbel. Diese Vielfalt spiegelt sich in den Vermittlungsangeboten: öffentliche Führungen, thematische Rundgänge und Formate für Kinder, Schulen und Kitas. Der Neubau ist barrierearm zugänglich; ein ebenerdiger Eingang, Aufzug ins Untergeschoss mit Garderobe und barrierefreier Toilette sowie gute Lesbarkeit der Ausstellungstexte auch im Sitzen erleichtern den Besuch. Bei Bedarf können ein Rollstuhl, ein Rollator oder ein höhenverstellbarer Gehstock kostenlos ausgeliehen werden; tragbare Klapphocker stehen im Museum und im Künstlerhaus bereit. Assistenzhunde sind gestattet. Familien finden mit dem Programm pro Stillen zusätzliche Unterstützung, einschließlich Wickeltisch und Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen. Ein besonderer Genuss ist das Bistro und Café Vincent. In der Tradition der Familie Böckstiegel werden hier saisonale Kuchen und Torten aus eigener Herstellung serviert. Vor oder nach dem Rundgang lädt die Terrasse zum Verweilen ein; der Blick fällt über eine blühende Obstwiese hinüber zum roten Künstlerhaus. Wer einen Tisch reservieren oder Catering für eine Veranstaltung im Haus wünscht, kann sich direkt an das Café-Team wenden. Im Museumsshop ergänzen Bücher, Postkarten und ausgesuchte Produkte den Besuch. Schon die Architektur schafft eine Atmosphäre, die Kunst und Natur verbindet: Fränkischer Muschelkalk an der Fassade und Eichenholz an Fenstern sowie in der Möblierung kontrastieren mit einem bewusst modernen Innenraum. Diese Materialität sorgt für Ruhe und Konzentration in den Ausstellungsräumen und macht zugleich den Bezug zur Landschaft deutlich. So ergibt sich ein runder Tagesausflug, der Kunstgenuss, landschaftliche Eindrücke und kulinarische Pause geschickt verbindet.

Stiftung, Architektur und Eröffnung des Neubaus

Getragen wird das Museum von der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung, die in Werther ansässig ist und das Werk Böckstiegels bewahrt, erforscht und zugänglich macht. Zum 125. Geburtstag des Künstlers am 7. April 2014 fiel im Kreis Gütersloh die Entscheidung, in unmittelbarer Nachbarschaft des Geburtshauses ein Museum zu errichten. Im Dezember 2014 wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, aus dem h.s.d. Architekten aus Lemgo als Sieger hervorgingen. Der Entwurf des Gebäudes stammt von Prof. André Habermann und umfasst neben einem großen Ausstellungsraum auch Flächen für Vermittlung, Lager und Depot sowie ein Café. Ermöglicht wurde der Bau nicht zuletzt durch das Engagement privater Förderer und Unternehmen aus der Region sowie durch Unterstützung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Die Realisierung erfolgte in den Jahren 2016 bis 2018; seit 2018 ist der Neubau für das Publikum geöffnet. Das Außengelände wurde von der Planergruppe Oberhausen gestaltet; Blickachsen und der Obstbaumbestand verweisen auf die Kulturlandschaft und auf die frühere Nutzung der Wiese. In der warmen Jahreszeit zeigt sich die Kernidee der Architekten besonders deutlich: Der Neubau liegt wie ein Findling auf der Wiese vor dem Künstlerhaus, ohne dessen Bedeutung als Herz der Anlage zu überstrahlen. Bewusst ausgewählte Naturmaterialien prägen das Erscheinungsbild. An der Fassade findet sich fränkischer Muschelkalk, der je nach Licht eine lebendige, aber ruhige Struktur zeigt. Eichenholz rahmt die großen Fensterflächen und zieht sich durch die Möblierung im Inneren. Dieser Materialkontrast bildet einen Gegenpol zum modernen, klaren Ausstellungsraum und schafft eine freundliche, ruhige Atmosphäre. Das Konzept verbindet Respekt vor dem authentischen Ort mit den Anforderungen einer zeitgemäßen Museumspräsentation. So ist Platz für monografische Ausstellungen zu Böckstiegel, für Präsentationen mit Werken seiner Weggefährten und für diskursive Formate, die das Werk in größere kunsthistorische und gesellschaftliche Zusammenhänge stellen. Gemeinsam mit dem Denkmal Böckstiegel-Haus entsteht so ein lebendiger Ort der Erinnerung und der Gegenwartskunst, der regionale Identität und überregionale Strahlkraft verbindet.

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

DS

Dirk-Jan Smit

29. Juli 2025

Klein, aber sehr schön. Eine Hommage an einen relativ unbekannten Maler und Bildhauer des frühen 20. Jahrhunderts. Ein gutes Café und ein Gebäude in einer wunderbaren ländlichen Umgebung. Kostenlose Parkplätze.

VI

Vik

31. Juli 2023

Sehr freundliches Museum mit einer wunderbaren Sammlung von Peter A. Böckstiegel sowie fingerlickend guten Kuchen und Kaffee. Prima!

LS

Lola Skw

19. August 2023

Sehr interessante Auswahl an Bildern, Zeichnungen, Radierungen und Holzschnitten des Künstlers in einem kleinen, hässlichen Betonsmuseum. Im Vergleich war der Besuch von Böckstiegels Haus (auf dem Gelände) etwas enttäuschend. Die Wohnung ist winzig, und von der ursprünglichen Inneneinrichtung und Dekoration ist nicht viel übrig. Aber die Hochzeitstruhe (von Böckstiegel selbst gemacht) hat mir gefallen. Das gesagt, wenn man kein großer Fan ist, kann man Böckstiegels Haus ohne viel zu verpassen auslassen... Das Café im Museum ist ausgezeichnet!

KD

Klaus Daniel

23. April 2022

Was für ein fantastisches Museum. Nicht zu groß, fantastischer Raum, großartige Kunst, ein feines Museums-Café mit wunderbarem Kuchen. Ein Muss!

LR

Liene Rokpelne

24. Juni 2022

Wie immer gemocht. Der neue Teil des Museums ist wirklich schön mit köstlichen Kuchen.