Feldwege zum Coming-out: Queere Lebensgeschichten und kirchlicher Wandel in Bielefeld


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Queere Lebenswege sichtbar machen: Zwei Ausstellungen in Bielefeld-Gadderbaum
Die Ausstellung Feldwege zum Coming-out und die Ergänzungsausstellung Wege in die Freiheit? Queere Menschen in der Ev. Kirche von Westfalen laden am 6. November 2026 zur differenzierten Werkbetrachtung gesellschaftlicher, persönlicher und kirchengeschichtlicher Erfahrungen ein. Im Landeskirchlichen Archiv in Bielefeld-Gadderbaum begegnen Besucherinnen und Besucher queeren Lebensrealitäten aus dem ländlichen Raum sowie der historischen Auseinandersetzung um Gleichberechtigung.
Zwölf persönliche Geschichten auf Roll-up-Bannern
Im Zentrum von Feldwege zum Coming-out stehen zwölf Porträts queerer Menschen. Lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter*, asexuelle, aromantische und queere Personen erzählen von Identität, Selbstfindung, Coming-out und ihren Erfahrungen im ländlichen Raum. Bilder, persönliche Zitate und integrierte QR-Codes mit Audiodateien verbinden visuelle Information mit authentischen Stimmen.
Zwischen Sichtbarkeit, Unsicherheit und Freiheit
Die Ausstellung richtet den Blick auf besondere Herausforderungen queeren Lebens abseits urbaner Zentren. Weniger Vorbilder, begrenzte Anlaufstellen und die Sorge vor sozialem Ausschluss prägen manche Lebenswege. Zugleich erzählen die Beiträge von Mut, Selbstermächtigung, Zugehörigkeit und den befreienden Momenten, in denen Menschen ihre eigene Identität annehmen.
Kirchengeschichte als Ergänzung
Die Ergänzungsausstellung Wege in die Freiheit? dokumentiert die Auseinandersetzung der Evangelischen Kirche von Westfalen mit der Gleichberechtigung queerer Menschen seit den 1980er-Jahren. Die historische Perspektive erweitert das Kunsterlebnis um eine kulturwissenschaftliche und gesellschaftspolitische Dimension. Archivmaterialien machen sichtbar, wie sich kirchliche Positionen, Debatten und institutionelle Prozesse verändert haben.
Ästhetische Erfahrung und kulturelle Bildung
Die Ausstellung arbeitet nicht mit distanzierter Abstraktion, sondern mit Porträts, Sprache, Erinnerung und dokumentarischem Material. Die Ausstellungsatmosphäre entsteht durch die unmittelbare Begegnung mit individuellen Lebensgeschichten. Jede Werkbetrachtung eröffnet Fragen nach Identität, Heimat, Anerkennung und gesellschaftlicher Verantwortung. Damit wird die Präsentation zu einem Ort kultureller Bildung und respektvoller Reflexion.
Fazit: Eine Ausstellung, die Perspektiven verändert
Besucherinnen und Besucher erwartet ein sensibles, bildungsorientiertes Kunsterlebnis über queere Lebensrealitäten, ländliche Räume und kirchliche Veränderungsprozesse. Die Ausstellung schafft Verständnis, stärkt Sichtbarkeit und ermutigt dazu, eigene Gefühle und Erfahrungen ernst zu nehmen. Wer sich für zeitgeschichtliche Dokumentation, kulturelle Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe interessiert, sollte diese Ausstellung in Bielefeld-Gadderbaum unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Landeskirchliches Archiv und Gleichstellungsbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.archiv-ekvw.de/ueber-uns










