Dominik Geis im Kunstraum Elsa: Machtbilder und Männlichkeit neu sehen

Event: Dominik Geis – I want to Breker free in Kunstraum Elsa, Elsa-Brändström-Straße 13, 33602 Bielefeld on 13. Juni 2026

Datum und Uhrzeit

13. Juni 2026 14:00 Uhr

Veranstaltungsort

Kunstraum Elsa
Kunstraum Elsa, Bielefeld

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Wenn Bilder Macht tragen: Dominik Geis im Kunstraum Elsa

Mit I want to Breker free richtet Dominik Geis den Blick auf ein Feld, in dem Kunstgeschichte, Propaganda und Körperpolitik aufeinandertreffen. Die Ausstellung im Kunstraum Elsa zeigt Foto- und Videoarbeiten über Männerbilder, Macht und die nationalsozialistische Bildsprache – präzise, irritierend und kunsthistorisch hochaktuell.

Zwischen Faszination und Distanz

Ausgangspunkt der Präsentation ist unter anderem das Werk Arno Brekers, dessen monumentale Körperbilder bis heute zwischen ästhetischer Wirkung und ideologischer Aufladung oszillieren. Geis fragt nicht nach glatten Antworten, sondern nach dem Blick selbst: Wer sieht? Wer deutet? Und wie prägen historische Bildcodes noch immer unser Verständnis von Männlichkeit?

Die Ausstellung entfaltet ihre Wirkung gerade in dieser Spannung. Die Foto- und Videoarbeiten öffnen eine Werkbetrachtung, in der sich die kalkulierte Schönheit propagandistischer Motive und ihre politische Instrumentalisierung scharf voneinander abheben – und zugleich unheimlich nah erscheinen.

Ästhetische Erfahrung im Raum der Fotografie

Der Kunstraum Elsa bietet für diese Vorberichterstattung die passende Ausstellungsatmosphäre: ein offener, städtisch verankerter Projektraum, in dem sich zeitgenössische Kunst unmittelbar und konzentriert erfahren lässt. Die Arbeiten von Dominik Geis wirken dabei nicht dekorativ, sondern analytisch. Sie verlangen Aufmerksamkeit für Bildaufbau, Körperhaltung, Inszenierung und die stillen Mechanismen visueller Macht.

Besonders stark ist die Ausstellung dort, wo sie historische Distanz nicht als Schutzraum, sondern als Aufgabe begreift. Die Betrachtung von Männlichkeitsbildern, homoerotischen Bildcodes und propagandistischen Körperidealen wird so zu einer ästhetischen Erfahrung mit politischer Schärfe.

Ein Gespräch über Kunst, Geschichte und Gegenwart

Die kuratorische Setzung im Kunstraum Elsa knüpft an die Auseinandersetzung mit Fotografie, Video und gesellschaftlicher Repräsentation an, für die der Ort bekannt ist. Das begleitende Künstlergespräch mit David Riedel, künstlerischer Leiter des Museums Peter August Böckstiegel, erweitert den Zugang und verspricht eine fundierte Einordnung zwischen Kunstrichtung, Bildpolitik und kultureller Bildung.

Stimmen der Besucher

Eine öffentlich verifizierte Besucherreaktion lag in den gefundenen Quellen nicht vor. Der offizielle Ausstellungsrahmen verweist jedoch auf ein Format, das Diskussion und Reflexion ausdrücklich mitdenkt.

Fazit

I want to Breker free ist keine Ausstellung für beiläufige Blicke. Sie fordert ein, was gute Gegenwartskunst leisten kann: historische Bilder zu befragen, ihre Wirkung zu entlarven und neue Denkbewegungen auszulösen. Wer sich für Fotografie, Videoarbeit, Kunstgeschichte und die kritische Analyse von Männlichkeitsbildern interessiert, sollte diese Ausstellung in Bielefeld unbedingt live erleben.

Offizielle Kanäle von Dominik Geis:

Quellen:

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