Dominik Geis im Kunstraum Elsa: I want to Breker free in Bielefeld


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Dominik Geis im Kunstraum Elsa: Wenn Bilder Macht sichtbar machen
Die Ausstellung I want to Breker free führt in eine präzise, zugleich verstörende Werkbetrachtung über Männlichkeit, Bildpolitik und die Ästhetik nationalsozialistischer Macht. Dominik Geis verbindet Foto- und Videoarbeiten mit kunsthistorischer Analyse und eröffnet im Kunstraum Elsa ein Kunsterlebnis, das Fragen nach Blickregimen, Körperidealen und Propaganda in den Mittelpunkt rückt.
Zwischen Körperbild und Ideologie
Geis, geboren 1985 in Würzburg und ausgebildet an der Kunstakademie Düsseldorf bei Marcel Odenbach, arbeitet mit den Mitteln der zeitgenössischen Fotografie und des Videos ebenso wie mit medial reflektierter Bildkritik. Seine Arbeiten untersuchen, wie männliche Rollenbilder konstruiert werden und wie sich Macht über den Körper einschreibt. Gerade diese Verbindung von ästhetischer Erfahrung und politischer Analyse verleiht der Ausstellung ihre besondere Spannung.
Arno Breker als Ausgangspunkt einer kritischen Betrachtung
Der Titel setzt den Dialog mit Arno Breker bewusst in Bewegung. Die nationalsozialistische Bildsprache, ihre Körperinszenierungen und ihre homoerotischen Bildcodes werden nicht museal verherrlicht, sondern befragt. Die Ausstellung zeigt, wie stark kunsthistorische Wertungen und gesellschaftliche Normen unseren Blick auf solche Bilder prägen. Aus der Distanz entsteht so eine intensive Reflexion über Repräsentation, Verführung und Instrumentalisierung von Kunst.
Raum, Licht und Lesbarkeit der Bilder
Im Kunstraum Elsa entfalten Foto- und Videoarbeiten ihre Wirkung in konzentrierter Ausstellungsatmosphäre. Der Raum im Zentrum Bielefelds ist bekannt für fotografische und künstlerische Projekte mit kuratorischer Sensibilität. Die Präsentation lädt dazu ein, Details zu lesen, Bildschichten zu entschlüsseln und die visuelle Sprache als historischen Resonanzraum zu erleben. Ergänzend vertiefen Führungen und ein Künstlergespräch den Zugang zur Ausstellung.
Begleitprogramm und kunstpädagogischer Mehrwert
Zur Ausstellung sind ein Künstlergespräch mit Dominik Geis und David Riedel sowie Führungen angekündigt. Damit erhält das Publikum nicht nur Einblicke in die Werkentstehung, sondern auch in die kuratorische Einordnung. Wer sich für Gegenwartskunst, Fotografie, Videokunst und kulturhistorische Themen interessiert, findet hier eine dichte Verbindung aus Vermittlung, Forschung und sinnlicher Wahrnehmung.
Fazit
I want to Breker free ist keine Ausstellung für beiläufigen Konsum, sondern für aufmerksame Betrachtung. Sie führt in die Ambivalenzen von Männlichkeitsbildern, nationalsozialistischer Ikonografie und zeitgenössischer Kunstkritik. Ein Besuch im Kunstraum Elsa verspricht Erkenntnis, Reibung und ein bleibendes Kunsterlebnis.
Offizielle Kanäle von Dominik Geis:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://dominikgeis.com/










