Georg Tuxhorn und die zweite Generation der Bielefelder Moderne im Museum PAB


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Eine Wiederentdeckung zwischen Expressionismus und Moderne
Mit der Ausstellung Georg Tuxhorn und die zweite Generation der „Bielefelder Moderne“ öffnet das Museum Peter August Böckstiegel einen faszinierenden Blick auf eine Künstlergeneration, deren Werke lange im Schatten standen. Ab dem 13. September 2026 treten Gemälde, Grafiken, Aquarelle und Zeichnungen aus einer bedeutenden Schenkung in einen lebendigen Dialog mit weiteren Positionen der westfälischen Moderne. Die Schau ist eine Einladung zu einer stillen, intensiven Werkbetrachtung und zu einer ästhetischen Erfahrung, die Kunstgeschichte greifbar macht. ([museumpab.de](https://www.museumpab.de/das-museum-erleben/ausstellung/))
Georg Tuxhorn: Klarheit, Realismus und die Spur der Moderne
Georg Tuxhorn wurde 1903 geboren und starb 1941 jung; sein künstlerischer Nachlass gelangte 2022 als großzügige Schenkung nach Werther. Das Museum hebt hervor, dass zentrale Werke dieser Sammlung restauriert wurden und nun erstmals öffentlich gezeigt werden können. In der kunsthistorischen Einordnung erscheint Tuxhorn als Maler mit sachlicher, nüchterner Handschrift, dessen Arbeiten zwischen realistischer Beobachtung und moderner Verdichtung stehen. Ein Porträt wie Baltin zeigt diese Haltung exemplarisch: präzise, konzentriert und frei von dekorativer Geste. ([museumpab.de](https://www.museumpab.de/das-museum-erleben/ausstellung/))
Ein ganzer Kosmos aus verschollenen und neu sichtbaren Arbeiten
Die Ausstellung versammelt rund 80 Werke aus privaten und öffentlichen Sammlungen und erweitert den Blick über Tuxhorn hinaus auf sieben weitere Künstler und eine Künstlerin: Gertrud Breyholz, Werner Hagemeister, Adolf Kranz, Theo Ortmann, Carl Robert Pohl, Florenz Robert Schabbon, Carl Strüwe und Alfred Wiese. Damit entsteht ein dichtes Panorama jener Jahre zwischen den Weltkriegen, in denen avantgardistische Ansätze auf politische Brüche, Verluste und Auslöschung trafen. Die Präsentation erzählt von Wiederentdeckung, Rekonstruktion und der Verantwortung des Museums, vergessene Kapitel der Kunstgeschichte sichtbar zu machen. ([museumpab.de](https://www.museumpab.de/das-museum-erleben/ausstellung/))
Das Museum als Ort kultureller Bildung
Das Museum Peter August Böckstiegel verbindet Sonderausstellung, Vermittlung und historische Verortung auf überzeugende Weise. Der Bau wurde 2018 eröffnet und liegt unmittelbar in der Kulturlandschaft von Werther-Arrode; er bietet Ausstellungsraum, Kunstvermittlung und ein Künstlerhaus, das nur im Rahmen von Führungen zugänglich ist. Die Kombination aus moderner Architektur, Naturmaterialien und der Nähe zum denkmalgeschützten Künstlerhaus schafft eine besondere Ausstellungsatmosphäre, in der Kunst, Raum und Landschaft eng ineinandergreifen. ([museumpab.de](https://www.museumpab.de/das-museum-erleben/das-museum/))
Führungen, Öffnungszeiten und Besucherfreundlichkeit
Das Museum ist mittwochs bis sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der reguläre Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro; Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Öffentliche Führungen und Vermittlungsformate ergänzen den Besuch, und das Haus beschreibt sich als barrierearm zugänglich. Ein kostenfreier Parkplatz liegt in unmittelbarer Nähe, außerdem gibt es eine BürgerBus-Haltestelle direkt am Eingang. ([museumpab.de](https://www.museumpab.de/informationen/oeffnungszeiten-preise/?utm_source=openai))
Fazit: Diese Ausstellung verspricht mehr als einen Blick in die Vergangenheit. Sie eröffnet ein fein kuratiertes Kunsterlebnis zwischen Wiederentdeckung, kunsthistorischer Einordnung und stiller Intensität. Wer die Sprache der Moderne in westfälischem Kontext neu lesen möchte, sollte diese Schau live erleben. ([museumpab.de](https://www.museumpab.de/das-museum-erleben/ausstellung/))
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