Thingstätten im Kunstraum Elsa: Kunst und Wissenschaft in Bielefeld


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Thingstätten in Bielefeld: Eine Ausstellung über Architektur, Erinnerung und Verantwortung
Im Kunstraum Elsa trifft Kunst auf Forschung und historische Präzision: Thingstätten ist ein interdisziplinäres Kunst- und Wissenschaftsprojekt über die Freilichtbühnen des Nationalsozialismus. Die Ausstellung versammelt Fotografie, Kunst und wissenschaftliche Perspektiven zu einem Thema, das lange im Schatten der öffentlichen Erinnerung stand. Sie ist vom 17.04.2026 bis 29.05.2026 zu sehen, der Eintritt ist kostenlos. ([rausgegangen.de](https://rausgegangen.de/en/events/thingstatten-kunst-und-wissenschaftsprojekt-zu-den-freilicht-0/))
Ein Kunsterlebnis zwischen Bild, Dokument und Forschung
Das Projekt arbeitet mit einer klaren kuratorischen Haltung: Es verbindet künstlerische Positionen mit dokumentarischer Genauigkeit und öffnet einen Raum für die ästhetische Erfahrung von Geschichte. Die Thingstätten wurden 1933 bis 1936 als propagandistische Freilichtbühnen und Versammlungsorte des Nationalsozialismus geplant und gebaut; das Projekt untersucht diese Architektur als Teil einer belasteten Landschaft des 20. Jahrhunderts. ([rausgegangen.de](https://rausgegangen.de/en/events/thingstatten-kunst-und-wissenschaftsprojekt-zu-den-freilicht-0/))
Besonders stark ist der doppelte Blick: Einerseits erscheinen die Orte als konkrete bauliche Relikte, andererseits als Träger von Ideologie, Inszenierung und kollektivem Gedächtnis. In dieser Spannung entsteht eine eindringliche Werkbetrachtung, die nicht auf Sensation setzt, sondern auf Erkenntnis. ([rausgegangen.de](https://rausgegangen.de/en/events/thingstatten-kunst-und-wissenschaftsprojekt-zu-den-freilicht-0/))
Interdisziplinäre Perspektiven und historische Tiefe
Nach Angaben der Veranstalter bringt das Projekt 23 internationale Künstlerinnen, Künstler und Wissenschaftler zusammen. Die Präsentation basiert auf dem intensiv recherchierten Fotobuch Thingstätten und auf einer interaktiven Website; sie wurde 2023 im Deutsches Haus der NYU in New York gezeigt und ist nun erstmals in Deutschland zu sehen. Für seine Forschungsleistung wurde das Projekt mit dem European Heritage Award in der Kategorie Research ausgezeichnet. ([rausgegangen.de](https://rausgegangen.de/en/events/thingstatten-kunst-und-wissenschaftsprojekt-zu-den-freilicht-0/))
Damit erhält die Ausstellung auch eine museale und bildungspädagogische Dimension: Sie schafft Zugang zu einer komplexen Kulturgeschichte, ohne sie zu vereinfachen. Für kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher eröffnet sich eine reflektierte Auseinandersetzung mit Fotografie, Erinnerungskultur, Architektur und der politischen Aufladung von Räumen. ([rausgegangen.de](https://rausgegangen.de/en/events/thingstatten-kunst-und-wissenschaftsprojekt-zu-den-freilicht-0/))
Kunstraum Elsa als Ort für aktuelle Kunst
Der Kunstraum Elsa ist eine Projektgalerie für Kunst und Fotografie in Bielefeld. Der kuratorische Schwerpunkt liegt laut Haus in der Verbindung regionaler, nationaler und internationaler Fotografie und Kunst sowie in partizipatorischen Formaten. Das Haus wurde 2019 gegründet und befindet sich in der Elsa-Brändström-Straße 13 in 33602 Bielefeld, nahe Bahnhof und Jahnplatz. Öffentliche Anfahrt und kurze Wege machen den Besuch unkompliziert. ([elsa-art.de](https://elsa-art.de/die-galerie/))
Die Ausstellung ist donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet; zusätzlich ist sie laut Haus durch das Fenster sichtbar. Die Ausstellungsdauer reicht vom 17.04.2026 bis 29.05.2026. Das macht den Besuch flexibel und niederschwellig zugleich. ([elsa-art.de](https://elsa-art.de/die-galerie/))
Katharina Bosse und die kuratorische Handschrift
Kuratorisch begleitet wird Elsa von Prof. Katharina Bosse. Laut der Hausseite wurde sie in Finnland geboren, wuchs in Kanada und Deutschland auf, arbeitete nach dem Fotografiestudium in Bielefeld in New York als freiberufliche Künstlerin und Bildjournalistin unter anderem für das New York Times Magazine und The New Yorker und stellte in Museen wie dem MoMA in New York und dem Centre Pompidou in Paris aus. Seit 2003 lehrt sie als Professorin für Fotografie an der Hochschule Bielefeld. Diese Biografie erklärt die internationale Ausrichtung und die hohe fachliche Autorität des Hauses. ([elsa-art.de](https://elsa-art.de/die-galerie/))
So entsteht eine Ausstellung, die nicht nur informiert, sondern auch ästhetisch überzeugt: durch klare Bildsprache, durch historische Genauigkeit und durch die ruhige Kraft eines reflektierten Kunstraums. Wer sich für Kunst, Architekturgeschichte und Erinnerungskultur interessiert, findet hier einen Besuch mit Tiefgang. ([rausgegangen.de](https://rausgegangen.de/en/events/thingstatten-kunst-und-wissenschaftsprojekt-zu-den-freilicht-0/))
Fazit: Thingstätten verspricht ein konzentriertes Kunsterlebnis über die Spuren nationalsozialistischer Inszenierungsräume, über fotografische Recherche und über die Frage, wie Vergangenheit im Bild weiterwirkt. Ein Besuch lohnt sich unbedingt, weil hier Kunst und Wissenschaft zu einer eindringlichen, bildenden und gegenwärtigen Ausstellung verschmelzen. ([rausgegangen.de](https://rausgegangen.de/en/events/thingstatten-kunst-und-wissenschaftsprojekt-zu-den-freilicht-0/))
Offizielle Kanäle von Katharina Bosse:
- Instagram: https://www.instagram.com/elsa_artspace/
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: https://www.youtube.com/@KunstraumElsa
- Website: https://elsa-art.de/









