Torsten Rehm: Geht noch was? – Kupfer, Skulptur und Transformation in Bielefeld

Event: Torsten Rehm: Geht noch was? in Offene Ateliers Bielefeld, Melanchthonstraße 63, 33615 Bielefeld on 22. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

22. Oktober 2026 18:00 Uhr

Veranstaltungsort

Offene Ateliers Bielefeld e.V.
Melanchthonstraße 63, 33615 Bielefeld, Deutschland

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Über diese Veranstaltung

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Wenn altes Kupfer neue Formen annimmt

Mit der Ausstellung Geht noch was? lädt Torsten Rehm zu einer eindringlichen Werkbetrachtung über Material, Zeit und Verwandlung ein. Zur Eröffnung am 22. Oktober 2026 präsentiert der Künstler im Offenen Atelier 63 Skulpturen und Bilder aus alten Kupferdachblechen – darunter Material vom ehemaligen Kupferdach der Neustädter Marienkirche und des Paderborner Doms.

Patina als kunsthistorisches Gedächtnis

Die Arbeiten beginnen mit einem Werkstoff, der bereits eine Geschichte in sich trägt. Jahrzehntelang waren die Kupferbleche Witterung, Licht und wechselnden atmosphärischen Bedingungen ausgesetzt. Ihre Patina bewahrt Spuren von Alter, Gebrauch und Architektur. In der Ausstellung wird dieses historische Material aus seiner ursprünglichen Funktion gelöst und in eine neue ästhetische Erfahrung überführt.

Skulptur zwischen Widerstand und Bewegung

Torsten Rehm begegnet dem sperrigen Material nicht mit glättender Verharmlosung, sondern mit einer konzentrierten Auseinandersetzung. In seinen Metallskulpturen treffen Gewicht, Kante, Oberfläche und Raumwirkung aufeinander. Das Kupfer erscheint zugleich robust und verletzlich, statisch und voller Bewegung. Die Formen lenken den Blick auf Zwischenräume, Faltungen und jene Momente, in denen aus Widerstand eine bildnerische Möglichkeit entsteht.

Bilder aus gelebter Materialität

Neben den Skulpturen eröffnen die Bilder eine weitere Ebene der Ausstellung. Farbigkeit, Lichtreflexe und die unregelmäßige Oberfläche des Kupfers erzeugen eine visuelle Spannung, die sich erst in der Nähe vollständig erschließt. Die Werkbetrachtung wird damit zu einer sinnlichen Begegnung: Die Augen folgen den Spuren der Patina, während die Formen zwischen Abstraktion, Erinnerung und architektonischer Herkunft oszillieren.

Eine Frage mit gesellschaftlicher Resonanz

Die titelgebende Frage Geht noch was? bezieht sich auf den Verarbeitungsprozess eines schwierigen Materials und reicht zugleich weit darüber hinaus. Sie berührt die Gegenwart mit ihrer Suche nach Wiederverwendung, Veränderung und neuen Perspektiven. Aus einem scheinbar verbrauchten Werkstoff entsteht eine Kunstrichtung des Weiterdenkens: Recycling wird zur ästhetischen Methode, Materialgeschichte zur kulturellen Bildung.

Fazit: Ein Kunsterlebnis über Zeit und Transformation

Die Ausstellung verbindet Skulptur, Bild und Installation mit einer prägnanten Reflexion über Materialkreisläufe, Erinnerung und schöpferische Möglichkeiten. Besucherinnen und Besucher erwartet eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre, in der historische Spuren auf zeitgenössische Formensprache treffen. Wer die ästhetische Erfahrung von Metall, Licht, Oberfläche und Raum unmittelbar erleben möchte, sollte Torsten Rehms Ausstellung im Offenen Atelier 63 unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Torsten Rehm:

  • Website: https://www.torsten-rehm.de/
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Quellen:

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