Christian Naujoks verwandelt den Kunstverein Bielefeld in einen Resonanzraum


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Christian Naujoks lädt in Bielefeld zum bewussten Hören ein
Wie klingt das eigene Zuhören? Im Kunstverein Bielefeld verbindet Christian Naujoks Musik, bildende Kunst und künstlerische Forschung zu einer außergewöhnlichen Hörsituation. Seine Arbeit richtet den Blick auf das Trommelfell, die feinsten Bewegungen im Innenohr und jene Momente, in denen Klang vom äußeren Geräusch zur inneren Empfindung wird.
Wenn Klang den Körper erreicht
Die mehrkanalige Soundarbeit entsteht speziell für den Kunstverein Bielefeld und untersucht den Übergang von Sprache in Musik. Stimme, gesprochene Texte, Rhythmus und Klang greifen ineinander, lösen sich voneinander und formen eine fragile akustische Landschaft. Das Publikum erlebt Komposition nicht nur als Konzert, sondern als räumliches und körperliches Ereignis.
Minimalismus zwischen Musik und Kunst
Christian Naujoks arbeitet an der Schnittstelle von zeitgenössischer Musik, Ambient, elektronischen Klangformen und bildender Kunst. Seine interdisziplinäre Praxis umfasst Soundinstallationen, Film, grafische und textuelle Notationen, skulpturale Arbeiten, Musikstücke sowie performative Setzungen. In seiner Orchestrierung des Hörens treffen kammermusikalische Reduktion, rhythmische Präzision und offene Klangräume aufeinander.
Eine Ausstellung als erweitertes Konzerterlebnis
Die Ausstellung Kannst du hören, wie du hörst? Die Bewegung deines Trommelfells? Das Flirren mikroskopisch kleiner Härchen? führt die Auseinandersetzung des Kunstvereins Bielefeld mit dem Sinnesorgan Ohr weiter. Das Werk fragt nach unterschiedlichen Formen der Hörbarkeit und nach der Vielfalt individueller Hörerfahrungen. Ein gedrucktes Wort kann neben einem gesprochenen stehen, ein Blick einen Klang ergänzen und eine Geste zur Verständigung werden.
Christian Naujoks und seine musikalische Sprache
Der in Lübeck aufgewachsene Künstler veröffentlichte unter anderem die Alben Untitled, True Life / In Flames, Wave und Soft Mouth Data Service. Seine Musik verbindet elektronische Texturen mit Klavier, Marimba, Stimme, Gitarrenklängen und minimalistischen Verfahren. Veröffentlichungen beim Hamburger Label Dial Records sowie Förderungen und Auszeichnungen wie das Musicboard-Berlin-Stipendium und der Villa-Romana-Preis markieren seine Bedeutung innerhalb der zeitgenössischen Musik- und Kunstszene.
Fazit: Hören als gemeinsamer Moment
Am Sonntag, 11. Oktober 2026, verwandelt sich der Kunstverein Bielefeld von 13:00 bis 19:00 Uhr in einen Resonanzraum für Klang, Körper und Wahrnehmung. Besucherinnen und Besucher erwartet kein gewöhnliches Konzert, sondern ein konzentriertes Konzerterlebnis zwischen Soundinstallation, Ausstellung und künstlerischer Forschung. Wer Musik nicht nur hören, sondern körperlich und räumlich erfahren möchte, erlebt Christian Naujoks hier in einem besonders passenden Umfeld.
Offizielle Kanäle von Christian Naujoks:
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