Inka Mülder-Bach über Diskretion, Habitus und Erzählstil in Bielefeld

Event: Inka Mülder-Bach, München: Diskretion. Habitus, Konvention, Erzählstil in Universität Bielefeld, Gebäude X, Raum X-E0-001 on 10. November 2026

Datum und Uhrzeit

10. November 2026 18:00 Uhr

Veranstaltungsort

Universität Bielefeld
Universitätsstraße 25, 33615 Bielefeld, Deutschland

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Wenn Zurückhaltung zur literarischen Kunst wird

Wie prägt Diskretion unser Verhalten, unsere gesellschaftlichen Konventionen und unser Erzählen? Inka Mülder-Bach widmet sich bei den Norbert Elias-Lectures an der Universität Bielefeld einem Begriff, der leise wirkt und dennoch weitreichende kulturelle Bedeutung besitzt. Ihr Vortrag verbindet Literaturwissenschaft, Kulturgeschichte und Erzähltheorie zu einem anspruchsvollen Veranstaltungserlebnis für alle, die literarische Formen und soziale Ordnung genauer verstehen möchten.

Diskretion zwischen Habitus und Konvention

Diskretion bezeichnet nicht nur Verschwiegenheit oder höfliche Zurückhaltung. Im Mittelpunkt stehen auch Urteilskraft, Unterscheidungsvermögen und die Frage, wie Menschen in unterschiedlichen Epochen gelernt haben, sich angemessen zu verhalten. Inka Mülder-Bach untersucht ausgewählte Stationen der höfischen und bürgerlichen Diskursgeschichte und zeigt, welche Funktionen der Begriff dabei übernahm.

Literatur als Spiegel gesellschaftlicher Ordnung

Der Vortrag führt mitten in die Verbindung von sozialem Habitus und literarischer Darstellung. Dabei wird sichtbar, wie Konventionen Erzählweisen beeinflussen und wie Literatur zugleich gesellschaftliche Erwartungen offenlegt. Die Publikumsstimmung verspricht eine konzentrierte, anregende Atmosphäre mit Raum für genaue Beobachtung und fachlichen Austausch.

Eine renommierte Literaturwissenschaftlerin zu Gast

Prof. em. Dr. Inka Mülder-Bach war von 2002 bis 2019 Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen deutsche Literatur vom 18. bis zum 20. Jahrhundert, Poetik und Ästhetik, Kulturtheorie, Erzählforschung und die Theorie des Romans. Zudem war sie Permanent Visiting Professor an der Princeton University und wurde mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Literaturwissenschaft im Dialog

Die Norbert Elias-Lectures ordnen das Thema in eine wissenschaftliche Veranstaltungsreihe ein, die gesellschaftliche Prozesse, kulturelle Entwicklungen und literarische Formen miteinander ins Gespräch bringt. Für Studierende, Lehrende, Forschende und literaturinteressierte Gäste bietet der Abend eine fundierte Zielgruppenansprache und einen Einblick in aktuelle Perspektiven der Literatur- und Kulturwissenschaft.

Fazit: Besucherinnen und Besucher erwartet ein konzentrierter Literaturabend über Zurückhaltung, soziale Formen und die Kunst des Erzählens. Wer Literatur nicht nur lesen, sondern ihre kulturellen Bedingungen verstehen möchte, erlebt an der Universität Bielefeld einen besonders anregenden Vortrag.

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Quellen:

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