Tomer Dotan-Dreyfus in Bielefeld: Lesung aus „Keinheimisch“

Event: "Keinheimisch" Gespräch & Lesung mit Tomer Dotan-Dreyfus in Johanniskirche (ev.), Johanniskirchplatz 1, 33615 Bielefeld on 13. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

13. Oktober 2026 19:30 Uhr

Veranstaltungsort

Johanniskirche - Evangelisch-Lutherische Lydia-Kirchengemeinde Bielefeld
Johanniskirchpl. 1, 33615 Bielefeld, Deutschland

Über diese Veranstaltung

Literatur & Lesungen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Zwischen Israel und Deutschland: Tomer Dotan-Dreyfus liest aus „Keinheimisch“

Wo können Jüdinnen und Juden heute einheimisch sein – in Israel, Palästina oder Deutschland? In der Johanniskirche Bielefeld begegnet das Publikum am 13. Oktober 2026 dem Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer Tomer Dotan-Dreyfus. Die Veranstaltung verbindet Gespräch und Lesung und widmet sich dem Spannungsfeld von Kindheit, Erinnerung, Zugehörigkeit und politischer Gegenwart.

Kindheitserinnerungen und historische Erfahrung

„Keinheimisch“ führt persönliche Erinnerung und gesellschaftliche Analyse zusammen. Tomer Dotan-Dreyfus erzählt von seiner Kindheit in Israel, von der von der Shoah überschatteten Geschichte seiner Familie und von den historischen Bedingungen, die Identität und Heimat prägen. Seine literarische Sprache bewegt sich zwischen autobiografischer Annäherung, politischem Essay und reflektierter Gegenwartsliteratur.

Eine literarische Stimme zwischen mehreren Sprachen

Der 1987 in Haifa geborene Autor lebt seit 2011 in Berlin. Er schreibt auf Hebräisch und Deutsch, übersetzt deutsche Literatur ins Hebräische und arbeitet als freier Autor, Lyriker und Übersetzer. Sein Studium der Philosophie und Komparatistik in Berlin, Wien und Paris bildet einen erkenntnisreichen Hintergrund für seine präzise, sprachbewusste Prosa.

Bekannt wurde Dotan-Dreyfus unter anderem durch seinen Debütroman „Birobidschan“, der 2023 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stand und mit dem Bloggerpreis für Literatur als bester Debütroman ausgezeichnet wurde. Kritiken würdigten den Einfallsreichtum, den lyrisch geschulten Ton und den jüdischen Witz des Romans. Auch in „Keinheimisch“ zeigt sich eine Sprachkunst, die individuelle Erfahrung mit Geschichte und politischem Diskurs verschränkt.

Gespräch über Zugehörigkeit und Gegenwartspolitik

Die Lesung richtet den Blick auf Israel, Palästina und Deutschland sowie auf die Frage, wie sich jüdische Identität in einer Zeit wachsenden Nationalismus und Militarismus erzählen lässt. Kindheitserinnerungen werden dabei nicht zum Rückzug ins Private, sondern zu einem literarischen Zugang zu Geschichte, Gegenwart und Verantwortung.

Die Lesungs-Atmosphäre in der Johanniskirche verspricht ein konzentriertes literarisches Erlebnis: eine unmittelbare Autor-Begegnung, eine hörbare Sprache und Raum für Fragen, Zwischentöne und Widerspruch. Das Format eröffnet Literaturinteressierten einen persönlichen Zugang zu einem gesellschaftlich relevanten Werk.

Fazit: Literatur als Gespräch über Heimat

Besucherinnen und Besucher erwartet ein Abend über Herkunft, Erinnerung und die schwierige Suche nach einem Ort, an dem man sich zugehörig fühlt. Wer Gegenwartsliteratur mit politischer Resonanz, sprachlicher Kunstfertigkeit und persönlicher Perspektive erleben möchte, sollte diese Lesung live in der Johanniskirche Bielefeld besuchen.

Offizielle Kanäle von Tomer Dotan-Dreyfus:

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Quellen:

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