Fritz Flesch in Bielefeld: Eine bewegende Spurensuche über Mut und Überleben


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Fritz Flesch: Eine Überlebensgeschichte, die Fragen offenhält
Am 2. November 2026 lädt die Stadtteilbibliothek Dornberg zu einer eindringlichen Spurensuche über Fritz Flesch ein. Im Mittelpunkt steht die außergewöhnliche Geschichte eines jüdischen Mannes mit Behinderung, der die nationalsozialistische Verfolgung überlebte. Die Veranstaltung verbindet biografische Recherche, Erinnerungskultur und lokale Geschichte zu einem literarisch geprägten Vortrag über Mut in finsteren Zeiten.
Zwischen Verfolgung und Überleben
Fritz Flesch wurde 1930 im Alter von 20 Jahren in Bethel aufgenommen und dort zwangssterilisiert. Ab 1939 lebte er bis in die 1980er Jahre in der Pflegefamilie von Wilhelm und Marianne Rahn. Seine Biografie verweist auf die brutale Ausgrenzung und Entrechtung jüdischer Menschen während der NS-Zeit – und zugleich auf die schwierige Frage, unter welchen Umständen sein Überleben möglich wurde.
Eine Spurensuche mit Archivmaterial und Briefwechseln
Die Veranstaltung nähert sich Fritz Fleschs Leben aus verschiedenen Perspektiven. Ausarbeitungen, Briefwechsel und Archivmaterial machen historische Zusammenhänge sichtbar. Erinnerungen an Fritz Flesch als Musiker in Dornberg erweitern die Recherche um eine persönliche und kulturelle Dimension. So entsteht ein vielschichtiges Porträt, das nicht nur Daten dokumentiert, sondern einen Menschen in seinem sozialen Umfeld sichtbar werden lässt.
Erinnerungskultur in Bielefeld
Die Spurensuche steht im Zusammenhang mit der Verlegung eines Stolpersteins für Fritz Flesch am 15. Oktober 2026 in der Mönkebergstraße in Hoberge-Uerentrup. Das Veranstaltungsformat führt vom individuellen Schicksal zur Geschichte jüdischer Bewohnerinnen und Bewohner Bethels und weiter in die Gegenwart der lokalen Erinnerungskultur.
Lesungs-Atmosphäre und historischer Dialog
In der Stadtteilbibliothek Dornberg entsteht ein konzentriertes literarisches Erlebnis: Sprache, Dokumente und Erinnerungen öffnen einen Raum für genaue Beobachtung. Die Autor-Begegnung im weiteren Sinn – als Begegnung mit einer recherchierten Lebensgeschichte – verbindet historische Expertise mit einer unmittelbaren, intimen Atmosphäre. Im Zentrum stehen narrative Genauigkeit, kulturelles Gedächtnis und die Frage, wie Biografien gegen das Vergessen bewahrt werden.
Fazit: Geschichte gemeinsam wachhalten
Besucherinnen und Besucher erwartet eine fundierte Veranstaltung über Fritz Flesch, die Familie Rahn und die Geschichte jüdischen Lebens in Bethel und Dornberg. Die Spurensuche zeigt, wie Archivmaterial, Briefe und persönliche Erinnerungen eine vergangene Lebenswelt erschließen. Der Eintritt ist frei; Spenden sind willkommen. Wer Erinnerungskultur in Bielefeld unmittelbar erleben möchte, findet hier einen wichtigen Anlass zum Zuhören, Nachdenken und gemeinsamen Erinnern.
Offizielle Kanäle von Fritz Flesch:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- Website: kein offizielles Profil gefunden
- Verlag: kein offizielles Profil gefunden










