Böckstiegel: Akte und Blumenschicksale im Museum Peter August Böckstiegel

Event: Böckstiegel: Akte und Blumenschicksale in Museum Peter August Böckstiegel, Schloßstraße 109/111, 33824 Werther (Westf.) on 1. April 2026

Datum und Uhrzeit

1. April 2026 12:00 Uhr

Künstler

Veranstaltungsort

Museum Peter August Böckstiegel
Schloßstraße 109/111, 33824 Werther (Westfalen), Germany

Tickets

7,00

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Böckstiegel neu sehen: Akte, Blumen, Biografie im Dialog

Zwischen sinnlicher Werkbetrachtung und kunsthistorischer Einordnung entfaltet die Ausstellung Böckstiegel: Akte und Blumenschicksale ein intensives Kunsterlebnis. Erstmals begegnen sich zwei zentrale Werkgruppen Peter August Böckstiegels in einer kuratierten Schau: die Aktdarstellungen und die farbmächtigen Blumenstillleben. Der Rundgang verbindet ästhetische Erfahrung, biografische Stationen und zeithistorischen Kontext.

Farbe, Form, Körper: Die Sprache des Expressionismus

In den Akten zeigt sich Böckstiegels Weg von akademischen Studien in Dresden zu einer zunehmend expressiven Handschrift. Pastose Malerei, energische Linien, leuchtende Farbkontraste – die Ausstellungsatmosphäre verdichtet Körperlichkeit und Raumwirkung. Blätter aus dem Aktsaal, großformatige Lithografien aus den Kriegsjahren und intime Darstellungen seiner Ehefrau eröffnen ein Spektrum zwischen Studie und Verdichtung.

Blumenschicksale: Stillleben als Lebensmotiv

Die berühmten Blumenstillleben erzählen von Naturbeobachtung, Jahreszeitenlicht und künstlerischer Ökonomie. Böckstiegels Gartenmotive, oft in opulenten, selbst gestalteten Rahmen, vereinen starke Farbklänge mit klarer Form. Die Stillleben markieren sein Sommerschaffen in der westfälischen Heimat und spiegeln zugleich Marktbedingungen der 1920er und 1930er Jahre.

Kuratierte Kontexte: 70 Werke, neue Perspektiven

Rund 70 Werke – Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Plastiken – aus der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung sowie öffentlichen und privaten Sammlungen eröffnen neue Zugänge. Ikonische Motive wie Akt im Freien (1914) treten in einen Dialog mit Blumenbildern; eine Wandcollage von Lars Rosenbohm und Studio-Arbeiten von Katharina Bosse spannen Brücken zur Gegenwart.

Biografie in Bewegung: Werther, Dresden, die Moderne

Vom Ravensberger Hügelland nach Dresden und zurück: Böckstiegel, 1889 in Arrode bei Werther geboren, studiert in Bielefeld und an der Dresdner Akademie, vernetzt sich mit der Moderne und entwickelt eine eigenständige, erdverbundene Bildsprache zwischen Expressionismus und Figuration. Die Ausstellung macht diese Lebenslinien in Werkgruppen und Themenräumen sichtbar.

Werkgespräch im Museum: Bildung und Vermittlung

Öffentliche Führungen mittwochs 17–18 Uhr sowie am Wochenende verbinden Kuratierung, Materialanalyse und kunsthistorische Einordnung. Das barrierearme Haus bietet Leihhilfen, Aufzug, Sitzgelegenheiten und inklusive Angebote; das nahe Künstlerhaus ergänzt den Besuch um historische Authentizität.

Stimmen der Besucher

Die Reaktionen der Besucher sind eindeutig: Böckstiegel begeistert. Auf Instagram notiert ein Kunstliebhaber: 'Farbigkeit trifft Intimität – starke Stillleben, starke Körper'. Auf Facebook heißt es: 'Selten so klare Kuratierung erlebt – Geschichte und Gegenwart greifen ineinander'.

Fazit: Diese Ausstellung verspricht intensive Farb- und Formerlebnisse, präzise Kuratierung und einen frischen Blick auf einen westfälischen Klassiker. Für Kunstinteressierte, die Ausdruck, Materialität und Kontext lieben, ein Muss – am besten live vor den Originalen.

Offizielle Kanäle von Museum Peter August Böckstiegel:

Quellen:

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