Karte bitte wandern lassen in Bielefeld-Heepen: Ausstellung über Mut und Widerstand

Event: Karte bitte wandern lassen in Peter-und-Pauls-Kirche Heepen (ev.), Heeper Straße 439, 33719 Bielefeld on 5. Juli 2026

Datum und Uhrzeit

5. Juli 2026 17:00 Uhr

Veranstaltungsort

Heepen
33719 Bielefeld-Heepen, Germany

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Kostenlos

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & MuseenTheater

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Karte bitte wandern lassen: Eine Ausstellung über Mut, Gewissen und Widerstand

In der Peter-und-Pauls-Kirche Heepen entfaltet sich am 5. Juli 2026 eine Ausstellung, die nicht laut sein muss, um tief zu treffen. Karte bitte wandern lassen erinnert an Otto und Elise Hampel, ein Berliner Arbeiterehepaar, das zwischen 1940 und 1942 mit Postkarten und Flugzetteln gegen das NS-Regime aufbegehrte. Der Eintritt ist frei, die Begegnung mit dieser Geschichte umso eindringlicher. ([bielefeld.jetzt](https://www.bielefeld.jetzt/node/1824360?utm_source=openai))

Historische Wucht statt pathetischer Geste

Die Präsentation stellt fotografische Reproduktionen der Original-Postkarten und Flugzettel aus dem Bundesarchiv Berlin in den Mittelpunkt. Eingefügte Einführungstexte, die sich eng an Gestapo- und Justizakten halten, verleihen der Ausstellung dokumentarische Schärfe. So entsteht ein Bühnenerlebnis des Erinnerns: nüchtern in der Form, erschütternd im Inhalt. ([bielefeld.jetzt](https://www.bielefeld.jetzt/node/1824360?utm_source=openai))

Ein stiller Raum für große Fragen

Der Ort verstärkt die Wirkung. Die Peter-und-Pauls-Kirche Heepen gehört zu den ältesten Kirchen im Ravensberger Land und bildet seit Jahrhunderten einen Ort von Sammlung und öffentlicher Anteilnahme. Gerade in dieser historischen Atmosphäre gewinnt die Ausstellung ihre besondere Spannung zwischen sakralem Raum, politischer Erinnerung und kultureller Verantwortung. ([bielefeld.de](https://www.bielefeld.de/node/6180?utm_source=openai))

Widerstand, der bis heute nachhallt

Die Hampels verteilten weit über 200 Karten und Flugzettel; die meisten wurden aus Angst vor Repressionen bei der Polizei abgegeben. Nach der Denunziation verurteilte der Volksgerichtshof beide 1943 zum Tode. Die Ausstellung verbindet diese Biografie mit Hans Falladas literarischer Verarbeitung in Jeder stirbt für sich allein und rückt damit den Zusammenhang von Literatur, Zeitgeschichte und moralischer Haltung ins Zentrum. ([bielefeld.jetzt](https://www.bielefeld.jetzt/node/1824360?utm_source=openai))

Begleitende Bilder und Film als zusätzlicher Resonanzraum

Ergänzt wird die Schau durch Arbeiten des Bielefelder Grafikers Peter Flachmann, der das Thema Widerstand eigens künstlerisch aufgreift, sowie durch den Film Meine Kindheit im Krieg in der Sakristei. Diese Mehrschichtigkeit macht die Ausstellung zu einem kulturellen Termin, der nicht nur informiert, sondern auch emotional nachwirkt. ([bielefeld.jetzt](https://www.bielefeld.jetzt/node/1824360?utm_source=openai))

Fazit

Karte bitte wandern lassen verspricht eine eindrucksvolle Ausstellung zwischen historischer Präzision, stiller Dringlichkeit und geistiger Klarheit. Wer sich für Theater der Erinnerung, Dokumentarkunst und die Frage nach Zivilcourage interessiert, erlebt hier einen Termin von besonderer Tiefe. Ein Besuch in Heepen lohnt sich gerade wegen seiner leisen, aber nachhaltigen Kraft. ([bielefeld.jetzt](https://www.bielefeld.jetzt/node/1824360?utm_source=openai))

Offizielle Kanäle von Peter-und-Pauls-Kirche Heepen:

Quellen:

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