Kirchen als Vierte Orte in der Süsterkirche: Ausstellung über Wandel in Bielefeld


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Wenn Kirchen zu offenen Zukunftsräumen werden
Mit Kirchen als Vierte Orte – Perspektiven des Wandels zeigt das Museum der Baukultur NRW in der Süsterkirche in Bielefeld eine Ausstellung, die Architektur, Erinnerungskultur und gesellschaftliche Transformation eindrucksvoll miteinander verknüpft. Im Mittelpunkt steht die Umnutzung von leerstehenden oder vom Abriss bedrohten Kirchen – ein Thema von hoher kultureller Dringlichkeit und großer ästhetischer Kraft.
Ein Kunsterlebnis zwischen Raum, Licht und Verantwortung
Die Ausstellungsatmosphäre in der historischen Süsterkirche entfaltet jene besondere Spannung, die entsteht, wenn sakraler Raum und zeitgenössische Debatte aufeinandertreffen. Video-Interviews und Fallbeispiele zeigen, wie sich Kirchengebäude in gemeinschaftliche, kulturelle und soziale Orte verwandeln lassen. So wird Werkbetrachtung hier zur Reflexion über Bestand, Wandel und die Frage, wie Baukultur Zukunft mitgestaltet.
Umnutzung als kulturelle Praxis
Die Schau konzentriert sich auf 27 Beispiele bereits umgenutzter Kirchen in Nordrhein-Westfalen. Sie macht sichtbar, wie unterschiedlich diese Transformationsprozesse ausfallen können und welche Haltungen, Interessen und Entscheidungen dahinterstehen. Damit eröffnet die Ausstellung einen fundierten Blick auf Architekturvermittlung, Denkmalschutz, nachhaltige Stadtentwicklung und kulturelle Bildung.
Die Süsterkirche als passender Ausstellungsort
Die Süsterkirche in Bielefeld ist selbst ein Ort mit historischer Tiefe und starker Präsenz. Als evangelisch-reformierte Kirche bietet sie einen authentischen Rahmen für eine Ausstellung, die sich mit Zukunft, Bestand und gemeinschaftlicher Nutzung beschäftigt. Gerade diese Verbindung von Ort und Thema verstärkt die ästhetische Erfahrung und gibt dem Besuch eine besondere räumliche Dichte.
Begleitprogramm und Gesprächsformate
Zur Ausstellung gehören öffentliche Termine mit Impulsen und Gesprächen, darunter Beiträge zu Immobilienstrategie und kirchlichem Erbe. Damit wird die Ausstellung nicht nur zur Betrachtung, sondern zum Forum für Austausch zwischen Fachwelt, Gemeinde und interessierter Öffentlichkeit.
Fazit
Kirchen als Vierte Orte – Perspektiven des Wandels lädt dazu ein, Kirchenräume neu zu denken und ihre Zukunft mit wachem Blick zu betrachten. Wer sich für Architektur, Umbaukultur, Sakralbau und gesellschaftlichen Wandel interessiert, erlebt hier eine inspirierende Ausstellung mit hoher Relevanz. Ein Besuch in der Süsterkirche lohnt sich unbedingt – für Kopf, Herz und Wahrnehmung.
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