Ortstermin auf dem Ehrenfeld der politisch Verfolgten in Bielefeld


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Ein Ort des Erinnerns wird zum lebendigen Lernraum
Am 3. Juni 2026 rückt der Sennefriedhof in Bielefeld in den Fokus eines besonderen Ortstermins: Auf dem Ehrenfeld der politisch Verfolgten wird der Workshop für Schüler:innen Wer liegt hier begraben? vorgestellt. Die Veranstaltung verbindet historische Spurensuche, Gedenkkultur und eine klare pädagogische Idee: Jugendliche nähern sich einem Ort, an dem Erinnerung sichtbar bleibt und neue Formen der Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte entstehen.
Geschichte, die unmittelbar berührt
Der Sennefriedhof zählt mit knapp 100 Hektar zu den großen Ruhestätten Deutschlands und ist weit mehr als ein Friedhof. Als Waldfriedhof in der Heidelandschaft der Senne verbindet er Ruhe, Natur und Stadtgeschichte auf besondere Weise. Das Ehrenfeld für politisch Verfolgte wurde als Mahn- und Ehrenanlage für die Opfer der NS-Gewaltherrschaft angelegt und steht damit für würdiges Erinnern und demokratische Verantwortung.
Ein Workshop mit klarer pädagogischer Handschrift
Der Arbeitskreis Bielefelder Arbeiter/innen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus stellt mit dieser Vorberichterstattung ein Format vor, das junge Menschen aktiv einbindet. Statt reiner Wissensvermittlung setzt das Konzept auf Spurensuche, historische Einordnung und die Beteiligung an der Neugestaltung eines Gedenkortes. Genau darin liegt die Stärke dieses Veranstaltungserlebnisses: Erinnerung wird nicht abstrakt, sondern konkret, persönlich und anschaulich.
Der besondere Charakter des Ortes
Die Anlage am Sennefriedhof wirkt mit ihren Wegen, Kapellen und Gedenkorten ruhig und eindrucksvoll zugleich. Wer hier unterwegs ist, spürt die stille Atmosphäre eines Ortes, der Geschichte nicht ausstellt, sondern bewahrt. Für Besucher:innen entsteht eine seltene Mischung aus Lernort, Erinnerungsraum und regionaler Kulturgeschichte.
Organisation und Hintergrund
Der Arbeitskreis ist Teil der Bielefelder Erinnerungsarbeit und widmet sich der Geschichte des Arbeiterwiderstands gegen den Nationalsozialismus. Laut den städtischen Informationen gehört das Projekt zur Reihe Ich bin ... Zukunft braucht Erinnerung. Damit ist der Termin klar im Feld historisch-politischer Bildungsarbeit verankert und spricht besonders Schulklassen, Lehrkräfte und alle an, die sich für Erinnerungskultur interessieren.
Fazit: Ein Termin für alle, die Geschichte vor Ort verstehen wollen
Dieser Ortstermin ist kein gewöhnlicher Programmpunkt, sondern ein konzentriertes, relevantes Veranstaltungserlebnis mit regionaler Tiefe. Wer den Zusammenhang von Geschichte, Gedenken und Bildungsarbeit live erleben will, sollte den Termin im Juni in Bielefeld fest einplanen.
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