Memento mori in Bielefeld: Märchen als leuchtende Wegbegleiter


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Memento mori: Märchen hüten das Lebenslicht
Wenn der Alltag für einen Augenblick stillsteht, öffnen Märchen einen besonderen Raum für Erinnerung, Trost und Lebensfreude. Die Veranstaltung Memento mori lädt am 16. Oktober 2026 in Bielefeld dazu ein, sich mit den großen Fragen des Daseins auseinanderzusetzen und den eigenen Blick auf Vergänglichkeit, Abschied und Lebenskunst zu schärfen.
Erzählkunst zwischen Leben und Tod
Unter dem poetischen Leitgedanken Mit Märchen das Lebenslicht hüten führt die Erzählerin Monika Gehle durch Geschichten, deren Bilder tief im kulturellen Gedächtnis verankert sind. Märchen erzählen vom Aufbruch, von Prüfungen, Verlust und Wandlung. In ihrer symbolischen Dramaturgie findet sich jene stille Weisheit, die dazu ermutigt, jeden Moment bewusster wahrzunehmen und den Tod nicht als Tabu, sondern als Teil des Lebens zu betrachten.
Eine besondere Theateratmosphäre
Das Bühnen- und Erzählereignis entfaltet sich im Raum für Abschied und Erinnerung der Bestatterinnen Noller + Ziebell. Dieser ungewöhnliche Veranstaltungsort prägt das Bühnenerlebnis mit einer konzentrierten, nachdenklichen Atmosphäre. Stimme, Pausen und innere Bilder treten in den Mittelpunkt; die Vorstellung gewinnt ihre Wirkung aus der Nähe zwischen Erzählender und Publikum.
Monochord und Stimme als klanglicher Resonanzraum
Susanne Weiß begleitet die Erzählung musikalisch mit Monochord und Stimme. Die schwebenden Klänge verleihen den Märchen eine beinahe entrückte Akustik und lassen zwischen den Worten einen Raum für Nachhall entstehen. In dieser Verbindung aus Erzählkunst, Klang und bewusster Stille erhält die Inszenierung eine meditative Qualität, ohne ihre theatralische Spannung zu verlieren.
Dramaturgie der Ermutigung
Die Veranstaltung ist Teil der Woche der seelischen Gesundheit in Bielefeld. Ihre Dramaturgie verbindet die Auseinandersetzung mit Endlichkeit mit einer lebensbejahenden Botschaft: Wer das eigene Licht wie einen Schatz hütet, richtet den Blick auf das, was trägt, nährt und innerlich stärkt. Das Publikum erwartet kein düsteres Totengedenken, sondern ein sensibles Bühnenerlebnis über Lebensmut, Fürsorge und die Kraft gemeinsamer Geschichten.
Fazit: Märchen als innere Wegbegleiter
Memento mori verspricht einen Abend, an dem Schauspielkunst, Erzähltradition und musikalische Klangpoesie miteinander ins Gespräch kommen. Wer die Theateratmosphäre eines intimen Erzählabends sucht und sich auf eine sinnliche Reise zwischen Erinnerung und Lebensfreude einlassen möchte, erlebt in Bielefeld einen besonderen Moment des Innehaltens.
Offizielle Kanäle von Monika Gehle und der Veranstaltung:
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