Böckstiegel und Feldmann im Historischen Museum Bielefeld


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Eine Freundschaft zwischen Malerei, Schmuckkunst und Bielefelder Kulturgeschichte
Am Sonntag, 1. November 2026, beleuchtet Peter Salchow im Historischen Museum Bielefeld die außergewöhnliche Künstlerfreundschaft zwischen dem expressionistischen Maler Peter August Böckstiegel und dem Bielefelder Gold- und Silberschmied Rudolf Feldmann. Der Bildvortrag beginnt um 15 Uhr und führt in ein enges Netzwerk aus Kunst, Handwerk, Sammlertätigkeit und persönlicher Verbundenheit.
Wenn Malerei und Goldschmiedekunst einander begegnen
Peter August Böckstiegel zählt zu den bedeutenden deutschen Malern der 1920er- und 1930er-Jahre. Rudolf Feldmann, 1878 in Essen geboren und später in Bielefeld tätig, prägte als Gold- und Silberschmied einen expressiven, stark plastischen Schmuckstil. Mehr als drei Jahrzehnte verband die beiden Künstler eine enge Freundschaft.
Briefe als Zeugnisse einer intensiven Künstlerbeziehung
Im Zentrum des Vortrags stehen die persönlichen und künstlerischen Verbindungen zwischen Böckstiegel und Feldmann. Rund 150 Briefe dokumentieren den Austausch und eröffnen Einblicke in Böckstiegels Lebens- und Arbeitsbedingungen. Die Korrespondenz erzählt von Kunst, Familie, Aufträgen, Sammlertätigkeit und gegenseitiger Unterstützung.
Ein Dialog von Farbe, Form und Material
Böckstiegel bestellte bei Feldmann Schmuck für seine Frau, silbernes Tafelgerät und Geschenke für Verwandte und Freunde. Im Gegenzug bot der Maler eigene Arbeiten an. So entstand ein spannender Dialog zwischen expressiver Malerei und dreidimensionaler Schmuckkunst. Feldmanns Arbeiten verbanden handwerkliche Präzision mit einer ausdrucksstarken Formensprache.
Rudolf Feldmann als Sammler und Förderer
Feldmann war nicht nur Gold- und Silberschmied, sondern auch ein bedeutender Sammler moderner Kunst und eine wichtige Figur im Bielefelder Kulturleben. Er erwarb Werke von Böckstiegel und weiteren Künstlern, darunter Conrad Felixmüller. Durch seine Unterstützung wurde er zu einem wichtigen Begleiter und Förderer Böckstiegels.
Historische Perspektiven auf Bielefeld
Der Bildvortrag knüpft an eine frühere Ausstellung des Historischen Museums an, die diese Künstlerfreundschaft ausführlich dokumentierte. Möglich wurde die damalige Präsentation durch die Schenkung des Nachlasses von Rudolf Feldmann an das Museum. Peter Salchow ergänzt die kunsthistorische Einordnung durch persönliche Erinnerungen an die Familie Feldmann und deren Leben in der Bielefelder Stapenhorststraße.
Fazit: Besucherinnen und Besucher erwartet ein kenntnisreicher Einblick in eine außergewöhnliche Verbindung von Expressionismus, Goldschmiedekunst und regionaler Kulturgeschichte. Die Werkbetrachtung macht sichtbar, wie eng ästhetische Erfahrung, persönliche Freundschaft und künstlerische Förderung miteinander verbunden waren. Wer Kunstgeschichte nicht nur betrachten, sondern als lebendiges Geflecht aus Menschen, Materialien und Ideen erleben möchte, findet hier ein besonderes Kunsterlebnis.
Offizielle Kanäle von Historisches Museum Bielefeld:
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