Nora Gomringer in Bielefeld: Eine eindringliche Lesung über Erinnerung und Verlust


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Nora Gomringer liest in Bielefeld über Verlust, Erinnerung und die erzählbare Mutter
Am Freitag, den 16. Oktober 2026, gastiert Nora Gomringer bei den 31. Bielefelder Literaturtagen. In der Zentralbibliothek am Neumarkt liest die vielfach ausgezeichnete Autorin aus ihrem Buch Am Meerschwein übt das Kind den Tod und widmet sich einer Frage, die zwischen Biografie, Trauerarbeit und literarischer Selbstbefragung schwebt: Lässt sich eine Mutter erzählen – und was wäre dadurch gewonnen?
Eine Reise in die Vergangenheit
Vier Jahre nach dem Tod ihrer Mutter setzt sich Nora Gomringer mit dem Bedürfnis auseinander, einen geliebten Menschen durch Sprache sichtbar zu halten. Ihr Buch verbindet persönliche Erinnerung mit essayistischer Reflexion und öffnet einen Raum, in dem Verlust nicht nur als privates Schicksal, sondern auch als literarische Form erfahrbar wird.
Die Lesung verspricht eine konzentrierte Begegnung mit einer Autorin, deren Sprachkunst zwischen Lyrik, Prosa, Spoken Word und poetischer Performance changiert. Gomringers Texte zeichnen sich durch präzise Beobachtung, rhythmische Beweglichkeit und eine unverwechselbare Verbindung von Ernst und gedanklicher Schärfe aus.
Literarische Qualität und kultureller Diskurs
Nora Gomringer gehört zu den markanten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Sie studierte Anglistik, Germanistik und Kunstgeschichte in Bamberg, leitet seit 2010 das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia und veröffentlichte zahlreiche Lyrik- und Essaybände. Für ihre Arbeit erhielt sie unter anderem den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache, den Joachim-Ringelnatz-Preis, den Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis und 2015 den Ingeborg-Bachmann-Preis.
Ihre Literatur bewegt sich häufig an den Übergängen von gesprochener und geschriebener Sprache. Gerade in der Autor-Begegnung zeigt sich die performative Kraft ihrer Texte: Stimme, Atem, Pausen und sprachliche Präzision verleihen dem literarischen Stoff eine unmittelbare Präsenz. So entsteht eine Lesungs-Atmosphäre, in der Erinnerung nicht abstrakt bleibt, sondern als sinnliches und intimes literarisches Erlebnis hervortritt.
Die Zentralbibliothek als Bühne der Literaturtage
Die Zentralbibliothek am Neumarkt verwandelt sich während der Literaturtage in einen lebendigen Treffpunkt für Literaturfreundinnen und Literaturfreunde. Zwischen Bücherregalen und dem konzentrierten Zuhören des Publikums verbindet sich die Alltagsnähe der Bibliothek mit der besonderen Spannung einer öffentlichen Lesung.
Der Einlass beginnt um 19:30 Uhr, die Lesung startet um 20:00 Uhr. Der reguläre Eintritt beträgt 15 Euro, ermäßigte Karten kosten 10 Euro. Einlasskarten sind im Vorverkauf erhältlich; eine Abendkasse gibt es nur, sofern am Veranstaltungsabend noch Plätze frei sind.
Fazit: Eine Autorin live erleben
Nora Gomringers Lesung in Bielefeld führt mitten hinein in die Fragen von Erinnerung, familiärer Herkunft und der Möglichkeit, einen Menschen durch Sprache neu zu erzählen. Besucherinnen und Besucher erwartet eine intensive Autor-Begegnung mit literarischer Qualität, emotionaler Tiefe und sprachlicher Kunstfertigkeit. Wer Gegenwartsliteratur nicht nur lesen, sondern in Stimme und Atmosphäre erleben möchte, sollte diesen Abend bei den Literaturtagen Bielefeld nicht verpassen.
Offizielle Kanäle von Nora Gomringer:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://nora-gomringer.de/vita/
- Verlag: kein offizielles Profil gefunden










